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Jetzt hat selbst der Stellvertreter Gottes eine Pressechefin

JerOme82 (CC0), Pixabay
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Der Vatikan modernisiert sich weiter – und offenbar hat man in Rom endgültig erkannt, dass selbst göttliche Botschaften heutzutage ohne professionelle Kommunikationsstrategie kaum noch durch den Nachrichtenalltag kommen.

Papst Leo XIV. ernannte erstmals eine Frau zur Kommunikationschefin des Vatikans: Die gebürtige Mexikanerin Maria Montserrat „Montse“ Alvarado übernimmt künftig das mächtige Kommunikationsdikasterium des Heiligen Stuhls.

Oder anders gesagt:
Ab sofort hat selbst der Stellvertreter Gottes eine offizielle Presseabteilung mit globaler Medienstrategie.

Die bisherige Präsidentin des katholischen Senders EWTN News folgt auf Paolo Ruffini, der seit 2018 im Amt war. Mit Alvarado zieht nun erstmals eine Laiin – also keine Geistliche – an die Spitze der vatikanischen Kommunikationszentrale ein.

Der Vatikan geht damit sichtbar weiter den Weg, den bereits Papst Franziskus eingeschlagen hatte:
Mehr Frauen, mehr Laien, mehr moderne Strukturen – und vermutlich auch die Erkenntnis, dass man heutzutage gegen TikTok, KI-Chatbots und Dauerempörung ohne professionelles Storytelling kaum noch ankommt.

Alvarado bringt dafür reichlich Medienerfahrung mit. Sie leitete zuletzt EWTN News, eines der größten katholischen Mediennetzwerke der Welt. Künftig verantwortet sie unter anderem Vatican News, Radio Vaticana und den Osservatore Romano – also jene Kanäle, über die der Vatikan täglich seine Botschaften in die Welt sendet.

Man könnte auch sagen:
Die katholische Kirche gönnt sich jetzt offiziell ein internationales Kommunikations-Upgrade.

Und das dürfte dringend nötig sein. Denn zwischen Glaubenskrisen, Kirchenaustritten und globalen Debatten über die Zukunft der Kirche reicht Weihrauch allein offenbar nicht mehr aus, um die öffentliche Wahrnehmung zu steuern.

Alvarado selbst zeigte sich demütig und erklärte, sie wolle künftig dabei helfen, „Jesus der Welt zu kommunizieren“.

Eine Aufgabe, die im Jahr 2026 vermutlich deutlich komplizierter ist als noch vor 2000 Jahren – allein schon wegen Social Media, Kommentarspalten und täglicher Empörungswellen im Internet.

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