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Erneut Schuss auf US-Konsulat in Toronto

jorono (CC0), Pixabay
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Die Polizei in Toronto ermittelt nach einem erneuten Schuss auf das US-Konsulat. Es ist bereits der zweite Vorfall dieser Art in diesem Jahr. Verletzt wurde nach bisherigen Angaben niemand.

Am frühen Montagmorgen hörte ein vor dem Konsulat eingesetzter Beamter einen einzelnen Schuss. Kurz darauf sah er ein weißes Auto ohne Kennzeichen davonfahren. Die Polizei nahm die Verfolgung auf, brach die Fahrt wegen Sicherheitsbedenken jedoch wieder ab.

Am Tatort fanden Ermittler eine Patronenhülse. Zudem wurde die Fassade des Gebäudes beschädigt. Wie viele Personen an dem Angriff beteiligt waren, ist bislang unklar.

Zum Zeitpunkt des Vorfalls hielten sich mindestens zwei Menschen im Konsulat auf. Nach Angaben der Polizei ist das Gebäude stark gesichert. Die Personen im Inneren hätten den Schuss möglicherweise gar nicht gehört.

Die Ermittlungen laufen gemeinsam mit der kanadischen Bundespolizei RCMP und internationalen Partnerbehörden. Torontos Bürgermeisterin Olivia Chow bezeichnete die Tat als dreist und kündigte an, die Verantwortlichen zur Rechenschaft zu ziehen.

Bereits im März waren Schüsse auf das Konsulat abgegeben worden. Damals sprach die Polizei von einem Vorfall mit möglichem Bezug zur nationalen Sicherheit. Auch dabei wurde niemand verletzt.

Im Zusammenhang mit diesem ersten Angriff nahm die Polizei später mehrere junge Verdächtige fest. Sie sollen Teil eines größeren Netzwerks gewesen sein, das gegen Bezahlung Schusswaffenangriffe verübte. Bei Razzien im Juni kam ein 43 Jahre alter Polizist ums Leben.

Zusätzliche Sorge bereiteten am vergangenen Wochenende Angriffe auf zwei jüdische Bäckereien in Toronto. Mindestens eines der Geschäfte wurde beschossen. Nach Angaben der Polizei gibt es bislang keine bestätigte Verbindung zum Angriff auf das Konsulat. Ein Zusammenhang werde jedoch nicht ausgeschlossen.

Ontarios Premier Doug Ford zeigte sich entsetzt über die jüngsten Schüsse und Sachbeschädigungen. Auch Kanadas Premierminister Mark Carney verurteilte die Vorfälle und sagte den Ermittlungsbehörden seine volle Unterstützung zu.

Bereits im Mai hatten US-Behörden einen irakischen Staatsbürger festgenommen. Ihm wird vorgeworfen, Anschläge auf jüdische Einrichtungen und amerikanische Interessen in Nordamerika und Europa geplant zu haben. Zu den möglichen Zielen soll auch das US-Konsulat in Toronto gehört haben.

Ob dieser Fall mit den aktuellen Ermittlungen zusammenhängt, ist offen. Die Polizei hat bislang weder ein Motiv genannt noch Angaben zu möglichen Hintergründen der Tat gemacht.

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