Ein Erdbeben der Stärke 4,7 hat am Abend Neapel und die umliegende Region erschüttert. Nach Angaben des italienischen Instituts für Geophysik und Vulkanologie ereignete sich das Beben um 19.46 Uhr. Das Epizentrum lag rund vier Kilometer von Neapel entfernt im Gebiet der Phlegräischen Felder.
Die Erschütterung war in Neapel und mehreren Nachbargemeinden deutlich zu spüren. Viele Menschen verließen aus Angst ihre Wohnungen und liefen auf die Straßen. Bei der Feuerwehr gingen zahlreiche Notrufe ein. Im Stadtteil Fuorigrotta kam es in vielen Gebäuden zu Stromausfällen.
Nach Angaben des Zivilschutzes wurden mehrere Menschen verletzt. Zudem wurden Wohngebäude und Kirchen beschädigt. Die Feuerwehr rückte unter anderem wegen feststeckender Aufzüge, herabgestürzter Fassadenteile und Gebäudeschäden aus.
Besonders betroffen ist auch Pozzuoli. Dort wurde der Hafen wegen tiefer Risse an Zufahrten zu den Kaianlagen geschlossen. Mehr als 40 tägliche Fähr- und Schnellbootverbindungen zu den Inseln Ischia und Procida sind dadurch betroffen.
Auch der Bahnverkehr im Raum Neapel wurde vorübergehend für Sicherheitsprüfungen unterbrochen. Eine U-Bahn-Linie war zeitweise außer Betrieb. Ein beschädigter Hochspannungsmast führte zusätzlich zu Stromausfällen.
Das Beben gilt als das stärkste seit rund 40 Jahren im Gebiet des Supervulkans. Fachleute halten weitere Erdstöße in den kommenden Tagen für möglich. Die seismische Aktivität der Phlegräischen Felder hat in den vergangenen Jahren zugenommen.
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