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Christian Hartmann und die Brandmauer: Bitte einmal das Klettergeschirr reichen!

geralt (CC0), Pixabay
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Während andere CDU-Politiker noch feierlich vor der berühmten „Brandmauer“ posieren, hat Sachsens CDU-Fraktionschef Christian Hartmann offenbar längst den Baumarkt geplündert:
Steigeisen, Kletterseil, Karabinerhaken — alles dabei.

Denn in Sachsen gilt inzwischen ganz offensichtlich:
Wenn man keine eigene Mehrheit mehr hat, wird aus der Brandmauer eben eine Kletterwand mit politischem Abenteuerpark.

Und Hartmann?
Der marschiert da inzwischen hoch wie ein erfahrener Alpinist.

Die Belohnung:
100 Prozent Zustimmung bei seiner Wiederwahl als Fraktionschef. Das muss man erstmal schaffen in einer Partei, die sich eigentlich jeden Morgen neu erklären muss, warum sie gleichzeitig mit SPD regiert, aber ohne Linke, Grüne oder BSW praktisch keinen einzigen komplizierten Beschluss mehr durchs Parlament bekommt.

Früher hieß es bei der CDU:
„Mit denen reden wir nicht.“

Heute heißt es in Sachsen offenbar:
„Hat jemand die Telefonnummer vom BSW griffbereit?“

Und mitten drin steht Christian Hartmann — der Mann, der aus politischer Not inzwischen eine eigene Disziplin gemacht hat:
Koalitions-Biathlon ohne Mehrheit.

Mal mit Grünen.
Mal mit Linken.
Mal mit dem BSW.
Hauptsache irgendwo kommen noch zehn Stimmen zusammen, bevor wieder irgendein Haushalt zusammenklappt.

Das eigentlich Faszinierende:
Die CDU feiert ihn dafür inzwischen fast wie einen politischen Endzeitmanager.

Denn während Ministerpräsident Kretschmer häufig wirkt wie ein Familienvater auf einem Kindergeburtstag mit fünf streitenden Parteien und zu wenig Kuchen, kommt Hartmann eher rüber wie der pragmatische Hausmeister der Macht:
„Wir brauchen Mehrheiten. Irgendwo wird sich schon jemand finden.“

Und die berühmte Brandmauer?
Nun ja…
Die steht zwar offiziell noch irgendwo herum — aber Hartmann hat offensichtlich längst herausgefunden, dass man mit genügend Steigeisen erstaunlich leicht darüberkommt.

Besonders hübsch:
Nach außen betont natürlich weiterhin jeder, wie wichtig politische Abgrenzung sei. Gleichzeitig wird im Landtag gerechnet wie beim Sommerschlussverkauf:
„Wer gibt uns heute die fehlenden Stimmen?“

Dass Hartmann trotz Schuldenstreit, Minderheitsregierung und Dauerkrisen intern immer stärker wird, zeigt eigentlich nur eines:
In Sachsen schätzt man inzwischen weniger ideologische Reinheit — sondern eher Überlebensfähigkeit.

Oder anders gesagt:
Während andere noch die Brandmauer streichen, prüft Christian Hartmann längst die nächste Route zum Gipfel.

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