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Bayer 04 Leverkusen: Simon Rolfes muss jetzt endlich liefern

jorono (CC0), Pixabay
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Bei Bayer 04 Leverkusen ist Geduld langsam keine Tugend mehr, sondern eine Belastungsprobe für die Fans. Nach der vergangenen Saison, die gemessen an den eigenen Ansprüchen und Möglichkeiten nur als Enttäuschung bezeichnet werden kann, hätte man eigentlich erwartet, dass die Verantwortlichen ihre Lehren gezogen haben. Stattdessen droht sich das Chaos erneut anzubahnen.

Im Mittelpunkt der Kritik steht dabei Sport-Geschäftsführer Simon Rolfes.

Die letzte Saison war nicht nur wegen der Ergebnisse problematisch. Sie war vor allem das Ergebnis zahlreicher sportlicher Fehlentscheidungen. Der Kader wirkte unausgewogen, wichtige Entwicklungen wurden zu spät erkannt und am Ende fehlte Bayer die Konstanz, die einen Spitzenverein auszeichnet. Die Verantwortung dafür trägt nicht allein der Trainer oder die Mannschaft, sondern vor allem die sportliche Führung.

Und genau deshalb ist die aktuelle Situation so schwer nachvollziehbar.

Während andere Bundesligisten längst Klarheit auf der Trainerposition geschaffen haben und bereits intensiv an ihren Kadern für die neue Saison arbeiten, herrscht in Leverkusen weiterhin Unsicherheit. Namen werden gehandelt, Kandidaten sagen ab oder werden abgesagt, und der Eindruck entsteht, dass Bayer erneut wertvolle Zeit verliert.

Nun wird bekannt, dass sich sogar Real-Madrid-Trainer Álvaro Arbeloa einen Wechsel nach Leverkusen vorstellen konnte. Doch Bayer winkte ab. Ob diese Entscheidung richtig oder falsch war, wird man nie erfahren. Fakt ist jedoch: Wieder vergeht Zeit, während die wichtigste Personalie eines Fußballvereins ungeklärt bleibt.

Dabei sollte längst ein Trainer feststehen.

Ein neuer Coach muss die Möglichkeit haben, seine Vorstellungen einzubringen, Transferwünsche zu formulieren und die Vorbereitung mitzugestalten. Wer erst spät verpflichtet wird, muss am Ende häufig mit einem Kader arbeiten, den andere zusammengestellt haben. Genau das kann sich Bayer nach der vergangenen Saison eigentlich nicht leisten.

Noch beunruhigender ist der Eindruck eines regelrechten „Trainer-Vakuums“. Wunschkandidaten wie Andoni Iraola oder Oliver Glasner scheinen nicht verfügbar oder nicht interessiert zu sein. Gleichzeitig fehlt eine erkennbare Strategie, welche Richtung Bayer künftig einschlagen möchte.

Für die Fans ist das besonders frustrierend. Leverkusen verfügt über hervorragende Voraussetzungen, finanzielle Möglichkeiten und einen Kader, der grundsätzlich zu den besten der Bundesliga gehört. Doch diese Vorteile bringen wenig, wenn die sportliche Führung keine klare Linie vorgibt.

Simon Rolfes steht deshalb mehr denn je unter Druck.

Nach den Fehlern der vergangenen Saison gibt es keine Ausreden mehr. Die Trainerfrage muss schnell und überzeugend gelöst werden. Die Kaderplanung muss sitzen. Und vor allem muss endlich wieder das Gefühl entstehen, dass Bayer einen Plan hat.

Denn eines darf sich in Leverkusen nicht wiederholen: eine Saison voller verpasster Chancen, hektischer Entscheidungen und unnötiger Selbstbeschäftigung.

Die Konkurrenz schläft nicht. Und wer in der Bundesliga dauerhaft oben mitspielen will, kann es sich nicht leisten, den Sommer mit Trainersuche und Spekulationen zu vergeuden.

Simon Rolfes muss jetzt liefern. Nicht morgen, nicht im August – sondern jetzt. Die Fans haben nach der vergangenen Saison jedes Recht, endlich Taten statt weiterer Fragezeichen zu erwarten.

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