Also ehrlich, Philipp Lahm …
kurz vor der WM ständig öffentlich Alarm schlagen — das macht man doch nicht!
Da sitzt ganz Fußball-Deutschland endlich mal wieder mit Hoffnung vorm Fernseher, Julian Nagelsmann bastelt an seiner Mannschaft, Kimmich rennt überall gleichzeitig herum wie ein WLAN-Router auf Red Bull — und dann kommt Philipp Lahm um die Ecke und erklärt erstmal, dass ihm die Achse fehlt.
Ja Himmel nochmal!
Natürlich fehlt immer irgendwas vor einer WM!
Das gehört doch bei Deutschland inzwischen fast zur Turniertradition wie schlecht gegrillte Stadionwürste und irgendein Muskelfaserriss im Abschlusstraining.
Und ganz ehrlich:
Ich finde solche öffentlichen Zweifel schwierig.
Ein Weltmeister wie Lahm sollte die Mannschaft jetzt unterstützen statt ständig Baustellen aufzuzählen.
Natürlich darf man kritisch sein. Aber zwischen Analyse und Dauer-Nörgelei liegen manchmal auch nur zwei Talkshows und ein Stern-Interview.
Vielleicht steckt da ja auch ein kleines bisschen Frust dahinter?
Denn auffällig ist schon:
Im direkten Umfeld der Nationalmannschaft spielt Lahm heute praktisch keine Rolle mehr. Früher Kapitän, Weltmeister, Chef auf dem Platz — heute eher TV-Analyst mit Sorgenfalten.
Während Nagelsmann wenigstens versucht, aus diesem Kader eine Einheit zu formen, reden ehemalige Nationalspieler schon wieder alles kompliziert.
Und was heißt überhaupt „keine Achse“?
Wenn Deutschland zwei Spiele gewinnt, sprechen plötzlich wieder alle von „Mentalität“, „Turniermannschaft“ und „deutscher DNA“. So läuft das doch jedes Mal!
Außerdem:
Kimmich rechts hinten?
Ja und?
Der Mann kann vermutlich sogar als Linienrichter Weltklasse spielen.
Und dieses ewige Bundesliga-Gejammer …
Die Liga sei nicht mehr klar erkennbar, sagt Lahm.
Na wunderbar!
Vielleicht ist genau DAS inzwischen unsere Identität:
komplettes Chaos, wilde Spiele und jedes Wochenende fünf VAR-Diskussionen.
Ich sag’s euch:
Bei Weltmeisterschaften gewinnt am Ende nicht immer die perfekt analysierte Mannschaft.
Oft gewinnt die Mannschaft, die plötzlich einen Lauf bekommt, zusammenhält und den Wahnsinn eines Turniers besser überlebt als die anderen.
Deshalb mein Rat an Philipp Lahm:
Jetzt mal etwas weniger Untergangsstimmung und etwas mehr Unterstützung.
Denn wenn Deutschland weit kommt, stehen am Ende sowieso wieder alle zusammen mit Fähnchen auf dem Fanmeilen-Bierkasten — und dann redet plötzlich keiner mehr über fehlende Achsen.
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