Wenn es um Chips geht, kennt Washington keinen Humor mehr. Die US-Regierung hat laut einem Bericht jetzt dem chinesischen Halbleiterkonzern Hua Hong die nächste kalte Dusche verpasst – und zwar nicht mit Worten, sondern mit Lieferstopps.
Mehrere US-Ausrüster wurden demnach angewiesen, bestimmte Hightech-Lieferungen einfach einzustellen. Betroffen sind ausgerechnet die Werkzeuge und Materialien, mit denen China seine modernsten Chips bauen will. Oder anders gesagt: Die USA drehen am Schraubenschlüssel der globalen Technologie – und China steht plötzlich ohne Werkzeugkasten da.
Im Fokus stehen dabei Branchengrößen wie Lam Research, Applied Materials und KLA. Klingt technisch, ist aber geopolitisch Sprengstoff. Denn ohne diese Spezialmaschinen wird es schwierig, bei den ganz großen Themen mitzuspielen – etwa bei Chips für künstliche Intelligenz.
Besonders pikant: Die Maßnahmen treffen auch eine Tochterfirma von Hua Hong, die genau an solchen Zukunftstechnologien arbeitet. Zufall? Eher nicht. In Washington hat man längst verstanden, dass die Macht der Zukunft nicht nur auf Schlachtfeldern, sondern vor allem in Serverräumen entschieden wird.
Offiziell begründet die US-Regierung das Ganze wie immer mit „nationaler Sicherheit“. Inoffiziell wirkt es eher wie ein weiterer Zug im großen Tech-Schachspiel zwischen den USA und China – nur dass diesmal ein paar Figuren direkt vom Brett genommen werden.
Und das Timing? Könnte kaum besser gewählt sein. Kurz vor einem geplanten Treffen zwischen Donald Trump und Xi Jinping sorgt Washington noch einmal für klare Verhältnisse. Diplomatie trifft auf Druckmittel – ein Klassiker.
Bleibt die Frage: Wird China kontern?
Im Chipkrieg gilt jedenfalls eine einfache Regel: Wer die Technologie kontrolliert, kontrolliert den Takt.
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