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Champions-League-Finale um 18 Uhr: Die UEFA erklärt den Fußball zur Familienmatinee

jorono (CC0), Pixabay
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Es gibt Entscheidungen, die verändern den Fußball. Die Einführung des VAR zum Beispiel. Die Abschaffung der Auswärtstorregel. Und jetzt das:

Das Champions-League-Finale beginnt künftig bereits um 18 Uhr.

Damit verabschiedet sich die UEFA von einer jahrzehntelangen Tradition. Statt Flutlicht-Atmosphäre zur besten Sendezeit heißt es nun: Königsklasse zum Abendessen.

Wer sich noch an die Zeiten erinnert, als Champions-League-Endspiele um 20.45 Uhr angepfiffen wurden, sollte künftig den Wecker etwas früher stellen. Nicht, dass man versehentlich erst zur zweiten Halbzeit vom Grill zurückkommt.

Familienfreundlich oder Rentnerfreundlich?

Die UEFA begründet die Änderung mit einem besseren Erlebnis für Fans, Familien und Austragungsstädte. Kinder könnten leichter ins Stadion gehen, Fans kämen entspannter nach Hause und anschließend könne noch in der Stadt gefeiert werden.

Eine durchaus interessante Theorie.

Denn wer kennt sie nicht, die Achtjährigen, die nach einem Champions-League-Finale um 20 Uhr sagen:

„Papa, jetzt noch schnell drei Stunden Party in Budapest!“

Der Kampf gegen die Schlafenszeit

Besonders erfreut dürften Eltern sein.

Jahrelang mussten Kinder am nächsten Morgen mit Augenringen in die Schule, weil sie unbedingt das Finale sehen wollten.

Jetzt können sie schon um 20 Uhr jubeln und pünktlich ins Bett.

Vorausgesetzt, das Spiel geht nicht in die Verlängerung.

Oder ins Elfmeterschießen.

Oder die Siegerehrung dauert wieder länger als ein durchschnittlicher Regionalflughafen-Aufenthalt.

Die Fernsehsender im Ausnahmezustand

Auch die TV-Sender müssen umdenken.

Die Vorberichte beginnen nun bereits am späten Nachmittag.

Fußballfans stehen damit vor einer schwierigen Entscheidung:

Mähe ich noch den Rasen oder schaue ich schon die erste Analyse über die mögliche mentale Verfassung des linken Außenverteidigers?

Die Wirte sind skeptisch

In Kneipen und Sportsbars dürfte die Begeisterung dagegen überschaubar sein.

Viele Gäste kommen normalerweise erst gegen 19 Uhr.

Diesmal könnten sie beim Betreten des Lokals bereits hören:

„Willkommen, wir befinden uns in der 63. Minute.“

Das Finale als Kaffeekränzchen

Manche Traditionalisten befürchten bereits den nächsten Schritt.

2027 Anpfiff um 15 Uhr.

2028 direkt nach dem Mittagessen.

2030 Champions-League-Finale als Frühschoppen mit Kaffee, Streuselkuchen und Expertenrunde.

Die UEFA wird das vermutlich als „innovatives Fan-Erlebnis“ verkaufen.

Fazit

Ob die neue Anstoßzeit ein Erfolg wird, bleibt abzuwarten.

Fest steht aber schon jetzt:

Noch nie war die Chance so groß, dass jemand beim Champions-League-Finale sagt:

„Schatz, beeil dich mit dem Kartoffelsalat – das Endspiel fängt gleich an!“

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