Beim BVB wird offenbar nicht mehr nur Fußball gespielt – in Dortmund wird inzwischen geschürft. Nach Samuele Inacio und Luca Reggiani klopft mit Mathis Albert schon das nächste Top-Talent bei den Profis an.
Und mal ehrlich: Bei so vielen Juwelen im Kader kann man langsam wirklich von einer Diamantenmannschaft sprechen.
Der 17 Jahre alte US-Amerikaner machte im Testspiel bei Fortuna Düsseldorf auf sich aufmerksam. Zwar verlor Borussia mit 1:2 gegen den Drittligisten – was wir an dieser Stelle großzügig als wertvolle Charakterbildung verbuchen. Albert aber erzielte die Dortmunder Führung und zeigte mit Tempo, schnellen Dribblings und jeder Menge Spielfreude, warum beim BVB große Hoffnungen auf ihm ruhen.
Er war der auffälligste Dortmunder auf dem Platz. Die logische Belohnung: Albert durfte mit den Profis auf die Asien-Reise nach Japan fliegen. Dort kann er sich in den Testspielen gegen Osaka und Tokio weiter empfehlen.
Vielleicht wird er in der kommenden Saison sogar dauerhaft Teil des Kaders von Trainer Niko Kovač. Uns würde das jedenfalls nicht überraschen. Beim BVB reicht es derzeit offenbar, einmal kurz an der Nachwuchsakademie zu rütteln, und schon fallen drei hochbegabte Offensivspieler heraus.
Angeblich 15 Millionen Euro für einen 17-Jährigen
Auch andere Vereine haben Albert längst auf dem Zettel. Sein offizieller Marktwert soll gerade einmal bei 300.000 Euro liegen. Gleichzeitig sollen Spitzenklubs bereit sein, bis zu 15 Millionen Euro für ihn zu bezahlen.
Der Fußballmarkt bleibt also vollkommen logisch: offiziell Kleingeld, inoffiziell ein Vermögen.
Aber Finger weg! Dortmund hat das Talent entdeckt, Dortmund soll es entwickeln und Dortmund soll möglichst lange etwas davon haben. Wir kennen das Spiel schließlich: Erst heißt es „spannender Nachwuchsspieler“, dann „internationales Top-Talent“ und wenig später steht plötzlich irgendein englischer Verein mit einem Geldkoffer vor der Tür.
Paris wollte Albert schon mit 14
Dass Mathis Albert kein gewöhnliches Talent ist, zeigte sich bereits früh. Paris Saint-Germain wollte ihn angeblich schon im Alter von 14 Jahren verpflichten.
Albert und seine Familie lebten damals noch in den USA. Doch statt nach Paris ging es später aus der Nachwuchsakademie von LA Galaxy nach Dortmund. Seit 2024 trägt er Schwarz-Gelb.
Gute Entscheidung, Mathis.
In Paris hätte er vielleicht zwischen 25 Nationalspielern und 14 Neuzugängen nach einem freien Platz in der Kabine suchen müssen. Beim BVB bekommt er immerhin die Chance, sich zu zeigen – und wird im besten Fall direkt zum nächsten Publikumsliebling.
In den USA schon prominent unterwegs
In seiner Heimat ist Albert längst kein Unbekannter mehr. Er nahm bereits an Werbeveranstaltungen mit Fußballgrößen wie Ronaldinho, Luís Figo und Edgar Davids sowie Rapper Travis Scott teil.
Auch Nike erkannte offenbar früh das Potenzial des Offensivspielers. Albert unterschrieb schon vor rund drei Jahren einen Vertrag mit einer Laufzeit von acht Jahren.
Acht Jahre! In diesem Alter wussten andere noch nicht einmal, welche Schuhe sie in der nächsten Woche tragen wollen.
Nun soll Albert beim BVB den nächsten Schritt machen. Bleibt er gesund und entwickelt sich weiter, könnte er schneller bei den Profis ankommen, als mancher Gegner „Wer ist denn der schnelle Junge da?“ fragen kann.
Der Dortmunder Nachwuchs produziert jedenfalls weiter. Inacio, Reggiani, Albert – ein Juwel nach dem anderen.
Oder anders gesagt: Der BVB hat bald keine Mannschaft mehr, sondern eine Schmuckabteilung mit Rasenanschluss.
Kommentar hinterlassen