Bitcoin sorgt regelmäßig für Schlagzeilen. Mal schießt der Kurs auf neue Rekorde, dann verliert die bekannteste Kryptowährung innerhalb weniger Tage Tausende Dollar an Wert. Doch mit dem Boom der digitalen Währungen tauchen auch immer wieder Fachbegriffe auf, die viele Anleger ratlos zurücklassen. Hier ein Überblick über die wichtigsten Begriffe aus der Kryptowelt.
Bitcoin – der Pionier unter den Kryptowährungen
Bitcoin ist die erste und bekannteste Kryptowährung der Welt. Anders als Euro oder Dollar wird Bitcoin nicht von einer Zentralbank kontrolliert, sondern dezentral über ein weltweites Computernetzwerk verwaltet.
Gerade diese Unabhängigkeit macht Bitcoin für viele Anleger interessant. Gleichzeitig sorgt sie aber auch für extreme Kursschwankungen. Innerhalb weniger Monate kann sich der Wert nahezu verdoppeln – oder halbieren.
Blockchain – das digitale Kassenbuch
Das Herzstück jeder Kryptowährung ist die Blockchain. Sie funktioniert wie ein digitales Kassenbuch, in dem jede einzelne Transaktion dauerhaft gespeichert wird.
Neue Einträge werden in sogenannten Blöcken zusammengefasst und anschließend miteinander verknüpft. Dadurch entsteht eine nahezu fälschungssichere Kette von Datensätzen – daher der Name Blockchain.
Mining – digitales Goldschürfen
Damit neue Transaktionen bestätigt werden, stellen sogenannte Miner enorme Rechenleistung zur Verfügung.
Als Belohnung erhalten sie neue Bitcoins. Dieses Verfahren wird Mining genannt und verbraucht enorme Mengen an Strom, weshalb es seit Jahren wegen seiner Umweltbelastung in der Kritik steht.
Bitcoin-Halving – wenn die Belohnung schrumpft
Etwa alle vier Jahre halbiert sich die Belohnung für das Mining neuer Bitcoins. Dieses sogenannte Halving soll verhindern, dass zu viele Bitcoins gleichzeitig entstehen.
Da die Gesamtmenge auf 21 Millionen Bitcoins begrenzt ist, soll die künstliche Verknappung langfristig den Wert stabilisieren oder sogar steigern.
Krypto-Börsen – der Marktplatz für digitale Münzen
Wer Bitcoin oder andere Kryptowährungen kaufen möchte, nutzt in der Regel eine Krypto-Börse.
Dort können Anleger klassische Währungen wie Euro oder US-Dollar gegen digitale Coins tauschen. Für Kauf und Verkauf fallen meist Gebühren an.
Wallet – das digitale Portemonnaie
Gekaufte Kryptowährungen werden in einer sogenannten Wallet gespeichert.
Dabei gibt es zwei Varianten:
- Hot Wallets: ständig mit dem Internet verbunden und besonders bequem.
- Cold Wallets: offline gespeicherte Hardware-Geräte, die deutlich sicherer gegen Hackerangriffe sind.
Ethereum – mehr als nur eine Kryptowährung
Ethereum ist nach Bitcoin die zweitgrößte Kryptowährung.
Die zugrunde liegende Blockchain dient jedoch nicht nur für Zahlungen, sondern auch für sogenannte Smart Contracts, NFTs und zahlreiche weitere Anwendungen. Seit einer technischen Umstellung im Jahr 2022 arbeitet Ethereum deutlich energieeffizienter als zuvor.
Bitcoin-ETFs – Bitcoin ohne Wallet
Ein ETF ist ein börsengehandelter Fonds.
Bitcoin-ETFs ermöglichen es Anlegern, indirekt in Bitcoin zu investieren, ohne selbst Kryptowährungen kaufen oder verwahren zu müssen. Seit der Zulassung entsprechender Fonds in den USA stiegen auch große Vermögensverwalter in den Kryptomarkt ein.
Meme-Coins – Kryptowährungen mit Spaßfaktor
Meme-Coins entstehen häufig aus Internet-Witzen oder Social-Media-Trends.
Bekannte Beispiele sind Dogecoin oder Shiba Inu. Ihr Wert basiert oft weniger auf wirtschaftlichen Fundamentaldaten als auf Hypes in sozialen Netzwerken. Entsprechend hoch ist das Risiko für Anleger.
Stablecoins – die ruhigeren Kryptowährungen
Stablecoins sollen deutlich weniger schwanken als Bitcoin oder Ethereum.
Ihr Wert ist meist an klassische Währungen wie den US-Dollar gekoppelt. Sie dienen häufig als digitales Zahlungsmittel oder als Zwischenstation beim Handel mit anderen Kryptowährungen.
Allerdings haben spektakuläre Zusammenbrüche einzelner Stablecoins gezeigt, dass auch diese Anlagen keineswegs risikolos sind.
XRP – schnelle Zahlungen für Banken
XRP wurde speziell entwickelt, um internationale Geldtransfers schneller und günstiger abzuwickeln.
Im Gegensatz zu Bitcoin setzt XRP nicht auf klassisches Mining. Stattdessen bestätigen Teilnehmer des Netzwerks Transaktionen gemeinsam, wodurch Zahlungen innerhalb weniger Sekunden möglich werden.
Fazit
Die Kryptowelt entwickelt sich rasant weiter. Neben Bitcoin haben sich inzwischen zahlreiche weitere digitale Vermögenswerte und Technologien etabliert. Wer investieren möchte, sollte jedoch nicht nur die Chancen sehen, sondern sich auch der erheblichen Risiken bewusst sein. Kryptowährungen unterliegen starken Kursschwankungen, regulatorischen Veränderungen und technischen Risiken. Ohne ein solides Grundverständnis der wichtigsten Begriffe fällt es schwer, fundierte Anlageentscheidungen zu treffen.
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