Auf dem Platz schenken sie sich nichts. Doch abseits des Rasens liefern sich Jude Bellingham und Erling Haaland einen ganz anderen Wettbewerb – nämlich darum, wer dem anderen die herzlichere Umarmung verpasst. Während der laufenden Fußball-WM begeistert ihre außergewöhnliche Freundschaft Millionen Fans und sorgt in den sozialen Netzwerken regelmäßig für virale Momente.
Wenn England und Norwegen am Samstag aufeinandertreffen, richten sich viele Blicke deshalb nicht nur auf Tore und Zweikämpfe. Die Fans warten fast genauso gespannt auf die nächste herzliche Szene zwischen den beiden Superstars.
Freundschaft seit Dortmunder Zeiten
Kennengelernt haben sich Bellingham und Haaland bei Borussia Dortmund. Schon damals war offensichtlich, dass die Chemie zwischen den beiden außergewöhnlich gut stimmte.
Legendär ist etwa eine Szene nach einem Champions-League-Spiel 2021: Während Haaland im Interview Bellingham als „fantastischen Spieler“ lobte, tauchte der Engländer plötzlich neben ihm auf – und kassierte zur Überraschung aller einen scherzhaften Kuss auf die Wange.
Ebenso unvergessen: Haaland stürmte während eines Bundesligaspiels herbei, nachdem Bellingham von einem Gegenspieler angerempelt worden war – ganz nach dem Motto: „An meinen Kumpel geht hier keiner ran.“
Social Media feiert die beiden
Während viele Fußball-Diskussionen im Internet von Rivalität, Beleidigungen und endlosen Debatten geprägt sind, liefern Bellingham und Haaland den Gegenentwurf.
Videos ihrer Umarmungen, gemeinsamer Jubelszenen oder lockeren Gespräche werden millionenfach geklickt. Fans feiern die beiden nicht nur als Weltklassespieler, sondern auch als Beispiel dafür, dass echte Freundschaft im Profifußball durchaus möglich ist.
Kommunikationsexperten sehen darin ein positives Signal: Zwei absolute Topstars zeigen offen gegenseitigen Respekt und Zuneigung – ohne Angst davor, dafür belächelt zu werden.
Gegensätze ziehen sich an
Dabei könnten die Charaktere unterschiedlicher kaum sein.
Jude Bellingham gilt als reflektiert, eloquent und erstaunlich reif für sein Alter. Er übernimmt Verantwortung, spricht ruhig und wirkt häufig wie ein Mannschaftskapitän, obwohl er selbst noch zu den jüngeren Spielern gehört.
Erling Haaland dagegen pflegt das Image des sympathischen Exzentrikers. Statt Luxuspartys erzählt er lieber, wie er mit seiner Freundin Minecraft spielt oder nach einem Heimaturlaub in Norwegen einen Kebab bestellt.
Gerade diese Mischung macht den besonderen Reiz ihrer Freundschaft aus.
Vom Valentinstag bis zum Internet-Hit
Schon Borussia Dortmund erkannte früh das Unterhaltungs-Potenzial der beiden. Zum Valentinstag ließ der Verein Haaland und Bellingham gegenseitig kitschige Anmachsprüche vorlesen.
„Ist dein Name Google? Denn du hast alles, wonach ich suche“, las Bellingham mit ernster Miene vor.
Haaland konterte trocken: „Ich würde dich gern ins Kino einladen – aber eigene Snacks darf man dort leider nicht mitbringen.“
Die Fans waren begeistert – und das Internet hatte wieder einmal neues Material.
Mehr als nur zwei Fußballstars
Beide verbindet außerdem ihre Bodenständigkeit. Haaland lebt trotz Millionenvermögen vergleichsweise zurückgezogen. Auch Bellingham betont immer wieder den großen Einfluss seiner Familie auf seine Karriere und seine Persönlichkeit.
Vielleicht ist genau das das Erfolgsrezept dieser Freundschaft: Zwei absolute Weltstars, die auf dem Platz gnadenlos ehrgeizig sind, sich außerhalb des Stadions aber einfach wie gute Freunde verhalten.
Ein schönes Zeichen im modernen Fußball
In Zeiten, in denen der Profifußball oft von Transfersummen, Egos und hitzigen Fan-Debatten bestimmt wird, wirkt die Freundschaft zwischen Jude Bellingham und Erling Haaland fast erfrischend normal.
Ob England oder Norwegen am Ende gewinnt – eines dürfte schon jetzt feststehen: Nach dem Schlusspfiff wird es wahrscheinlich wieder eine herzliche Umarmung geben. Und genau darauf freuen sich viele Fans inzwischen fast genauso sehr wie auf das Spiel selbst.
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