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Biden ist sicherlich Schuld:Inflation in den USA steigt auf höchsten Stand seit drei Jahren

Mediamodifier (CC0), Pixabay
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Die Inflation in den USA hat im Mai deutlich angezogen und erstmals seit drei Jahren wieder die Marke von vier Prozent überschritten. Wie aus den neuesten Daten des US-Arbeitsministeriums hervorgeht, stiegen die Verbraucherpreise im Jahresvergleich um 4,2 Prozent. Im April hatte die Teuerungsrate noch bei 3,8 Prozent gelegen.

Auf Monatssicht erhöhten sich die Preise um 0,5 Prozent. Haupttreiber waren erneut die Energiekosten. Nach Angaben der Statistikbehörde entfielen rund 60 Prozent des monatlichen Preisanstiegs auf den Energiesektor. Hintergrund sind die stark gestiegenen Ölpreise infolge des Krieges zwischen den USA, Israel und dem Iran.

Etwas Entspannung zeigte sich dagegen bei Lebensmitteln. Die Preise für Nahrungsmittel stiegen im Mai um 0,2 Prozent, die Lebensmittelpreise im Einzelhandel legten lediglich um 0,1 Prozent zu. Im Vormonat hatten die Zuwächse noch bei 0,5 beziehungsweise 0,7 Prozent gelegen.

Ökonomen hatten mit genau diesen Werten gerechnet. Dennoch sorgt die Entwicklung für neue Sorgen über die Kaufkraft der Verbraucher. Besonders die hohen Benzinpreise belasten viele Haushalte.

Der sogenannte Kerninflationsindex, bei dem die schwankungsanfälligen Preise für Energie und Lebensmittel herausgerechnet werden, fiel etwas moderater aus. Er stieg gegenüber April um 0,2 Prozent und erreichte auf Jahressicht 2,9 Prozent. Experten sehen darin ein Zeichen, dass sich der Preisdruck bislang nicht auf die gesamte Wirtschaft ausgeweitet hat.

Die neuen Zahlen dürften auch die Debatte über die Geldpolitik der US-Notenbank anheizen. Seit dem Amtsantritt des neuen Fed-Chefs Kevin Warsh beobachten Investoren genau, ob die Zentralbank auf die steigende Inflation reagieren wird. Viele Volkswirte gehen derzeit davon aus, dass die Leitzinsen vorerst nicht gesenkt werden. Einige halten sogar weitere Zinserhöhungen für möglich.

Besonders problematisch ist die Entwicklung für Arbeitnehmer. Die Reallöhne, also die um die Inflation bereinigten Einkommen, sind bereits den zweiten Monat in Folge gesunken. Im Mai lag das Minus bei 0,7 Prozent nach 0,3 Prozent im April. Damit verlieren viele Beschäftigte weiter an Kaufkraft.

Zwar liegt die Inflation noch deutlich unter dem Höchststand von 9,1 Prozent aus dem Jahr 2022. Dennoch warnen Experten vor einer neuen Belastungsprobe für Verbraucher und Unternehmen. Die Kombination aus hohen Energiekosten, steigenden Preisen und sinkenden Reallöhnen könnte den privaten Konsum und damit einen wichtigen Motor der US-Wirtschaft bremsen.

An den Finanzmärkten reagierten Anleger zunächst zurückhaltend. Die US-Aktienfutures gaben leicht nach, während sich die Renditen von Staatsanleihen kaum veränderten. Für viele Marktteilnehmer bleibt die Frage offen, ob der jüngste Inflationsschub nur ein vorübergehender Effekt der geopolitischen Spannungen ist – oder der Beginn einer neuen Phase steigender Preise.

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