Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) hat eine Warnung vor den Angeboten der Internetseite beehivecapital(.)pro ausgesprochen. Zuvor trat die Plattform unter der Domain beehivecapital(.)org auf. Nach Erkenntnissen der Finanzaufsicht werden dort offenbar ohne die erforderliche Erlaubnis Finanz-, Wertpapier- sowie Kryptowerte-Dienstleistungen angeboten.
Nach Angaben der BaFin treten die Betreiber unter den Bezeichnungen Beehive Capital LTD beziehungsweise Beehive Capital Investment Ltd auf. Als Unternehmenssitze werden unter anderem London, Budapest, Prag und Bratislava genannt.
Besonders brisant: Die auf der Webseite präsentierten angeblichen Zulassungen und Lizenzen sollen nach Einschätzung der BaFin gefälscht sein. Zudem beruft sich der Betreiber auf eine angebliche Registrierung bei der britischen Finanzaufsicht FCA (Financial Conduct Authority). Laut BaFin ist das betreffende Unternehmen jedoch nicht mehr von der FCA autorisiert.
Darüber hinaus liegen der deutschen Finanzaufsicht keine Hinweise darauf vor, dass das tatsächlich existierende Unternehmen in irgendeinem Zusammenhang mit den Angeboten auf der Webseite steht. Die BaFin geht vielmehr von einem möglichen Identitätsmissbrauch zulasten des Unternehmens aus.
Die Behörde weist erneut darauf hin, dass Anbieter von Finanz- und Wertpapierdienstleistungen in Deutschland grundsätzlich eine behördliche Erlaubnis benötigen. Ob ein Unternehmen über eine entsprechende Zulassung verfügt, können Verbraucher in der offiziellen Unternehmensdatenbank der BaFin überprüfen.
Die Warnung der Aufsichtsbehörde basiert auf § 37 Absatz 4 Kreditwesengesetz sowie § 10 Absatz 7 Kryptomärkteaufsichtsgesetz.
Vorsicht bei Online-Investments
Die BaFin, das Bundeskriminalamt sowie die Landeskriminalämter warnen seit Jahren vor zunehmendem Finanzbetrug im Internet. Anleger sollten insbesondere bei vermeintlich lukrativen Online-Investments äußerst vorsichtig sein und Anbieter sorgfältig überprüfen.
Aktuelle Warnmeldungen und Hinweise zum Schutz vor Finanzbetrug veröffentlicht die BaFin regelmäßig auf ihrer Internetseite im Bereich „Finanzbetrug erkennen“.
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