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Australische Mutter täuscht Krebserkrankung ihres Sohnes vor und wird zu Haftstrafe verurteilt

Daniel_B_photos (CC0), Pixabay
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Eine 45-jährige Frau aus Südaustralien ist zu mehr als vier Jahren Gefängnis verurteilt worden, nachdem sie die Krebserkrankung ihres sechsjährigen Sohnes vorgetäuscht hatte, um Spenden zu sammeln und damit ihren aufwendigen Lebensstil zu finanzieren.

Um ihre Geschichte glaubwürdig erscheinen zu lassen, rasierte sie dem Kind Haare und Augenbrauen, legte ihm Verbände an Kopf und Händen an und verabreichte ihm Medikamente. Auf diese Weise täuschte sie Familie, Freunde und die Schulgemeinschaft und erschlich sich über einen längeren Zeitraum hinweg hohe Geldbeträge.

Bereits im vergangenen Jahr bekannte sich die Frau schuldig – unter anderem wegen Handlungen, die ihrem Sohn hätten schaden können, sowie mehrfachen Betrugs. Ein Gericht verurteilte sie nun zu vier Jahren und drei Monaten Haft. Eine vorzeitige Entlassung ist frühestens im kommenden April möglich.

Der zuständige Richter bezeichnete ihr Verhalten als „grausam“, „kalkuliert“ und „manipulativ“.

Die Täuschung begann laut Gericht, nachdem der Junge nach einem Unfall einen Augenarzt aufgesucht hatte. Anschließend behauptete die Mutter gegenüber ihrem Umfeld, ihr Sohn leide an Augenkrebs. Um dies zu untermauern, setzte sie ihn zeitweise in einen Rollstuhl und schränkte seine Aktivitäten ein, sodass es wirkte, als würde er eine Strahlentherapie erhalten.

Die Staatsanwaltschaft warf der Frau vor, ihren Sohn gezielt als Mittel zum Zweck benutzt zu haben, um Mitgefühl zu erregen und finanzielle Vorteile zu erlangen. Die Spendengelder habe sie genutzt, um sich ein luxuriöses Leben zu ermöglichen.

Die Verteidigung erklärte, die Frau habe nach der Covid-19-Pandemie eine Spielsucht entwickelt und die Situation ihres Sohnes ausgenutzt, jedoch nie beabsichtigt, ihm oder der Familie zu schaden. Vielmehr habe sie in einer schweren persönlichen Krise eine folgenschwere Fehlentscheidung getroffen.

Zudem sei bei ihr eine Borderline-Persönlichkeitsstörung diagnostiziert worden. Sie habe ihre Schuld eingestanden und bereue ihr Verhalten.

Der Ehemann der Frau, gegen den die Ermittlungen später eingestellt wurden, schilderte vor Gericht die massiven Folgen für die Familie. Seine Frau habe „sein Leben und das der Kinder zerstört“. Das Vertrauen sei vollständig gebrochen.

Auch nach dem Urteil zeigte er sich erschüttert und erklärte, keine Strafe könne das wiedergutmachen, was den Kindern angetan worden sei.

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