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Kurier.at berichtet auch in einem großen Beitrag

kaboompics (CC0), Pixabay
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Die Liechtensteiner Finanzmarktaufsicht (FMA) hat der TGI AG aus Vaduz den Vertrieb von drei Gold-Produkten untersagt. Betroffen sind die Angebote „Customer Basic 2 %“, „Sales Premium“ und „Sofortrabatt“.

Die Behörde wirft dem Unternehmen vor, ohne erforderliche Genehmigung Einlagengeschäfte betrieben zu haben. Die TGI AG weist die Vorwürfe zurück und spricht weiterhin von regulären Gold-Kaufverträgen.

TGI-Gründer Helmut Kaltenegger erklärte gegenüber dem KURIER, dass lediglich rund 15 Prozent des Geschäfts betroffen seien. Kunden könnten ihre Verträge anpassen lassen, um eine Rückabwicklung zu vermeiden.

Die TGI AG hatte zuletzt mit hohen Rabatten auf Goldkäufe geworben, wenn Kunden mehrere Jahre auf die Auslieferung warteten.

Originalartikel:

KURIER-Bericht zur TGI AG

1 Komment

  • hier kommt er schon, seit der TGI Geschichte hab ich viele Presse Abos mehr:

    Ende des Goldrausches: Behörde bremst Rabattangebot der TGI aus
    „Wir werden uns schön langsam aus dem DACH-Raum zurückziehen“, sagt der TGI-Gründer Helmut Kaltenegger zum KURIER.
    Kid Möchel
    28.05.2026, 16:49

    3:05 Min
    Noch im April lockte die TGI AG aus dem liechtensteinischen Vaduz mit einem glänzenden Angebot: Wer Gold bei ihr kauft und auf die Auslieferung drei Jahre wartet, erhält monatlich zwei Prozent Rabatt – insgesamt bis zu 72 Prozent auf den Goldpreis. Doch diese Zeiten sind anscheinend vorbei. Die Liechtensteinische Finanzmarktaufsicht (FMA) drehte die Geschäfte am Donnerstag zum Teil zu. Sie ordnete die sofortige Einstellung des Vertriebs und des öffentlichen Angebots der Produkte „Customer Basic 2 %“, „Sales premium“ und „Sofortrabatt“ an.
    „Die TGI AG erbringt mit diesen Produkten das Einlagengeschäft ohne die dafür erforderliche Bewilligung der FMA“, heißt es seitens der Behörde aus Vaduz. „Zudem wurde die Unterlassung des weiteren Haltens der im Rahmen der Produkte entgegengenommenen fremden Gelder angeordnet – binnen vier Monaten nach Zustellung der Verfügung.“
    Die Anordnung ist noch nicht rechtskräftig. Es dürfte am Ende aber bedeuten, dass die TGI AG drei ihrer vier Rabatt-Produkte rückabwickeln muss. Insgesamt hat TGI laut eigenen Angaben 50.000 Kunden und diesen 80 Millionen Euro Rabatte ausgezahlt.

    „Wie Lugner“: Das Unternehmerpaar Kaltenegger bringt Opernball-Stargäste
    Das sagt das Unternehmen
    „Die TGI AG weist diesen Vorwurf mit Nachdruck zurück. Das Unternehmen verkauft seinen Kunden physisches Feingold – ein Handelsgeschäft, das in Liechtenstein wie im gesamten EWR keiner Bewilligung der Finanzmarktaufsicht bedarf“, so das Unternehmen. „Die TGI AG wird die Verfügung innerhalb der Beschwerdefrist rechtlich überprüfen lassen und die gebotenen Rechtsmittel ergreifen.“ Ganz wesentlich sei „die richtige Einordnung des Umfangs der Verfügung. Die Geschäftstätigkeit der TGI AG wurde nicht vollends untersagt. Das Produkt “Feingoldbarren – Customer Basic 2 % + Treuerabatt“ ist von der Verfügung nicht erfasst und steht den Kundinnen und Kunden unverändert zur Verfügung„.

    “85 Prozent des gesamten Portfolios wurden ja nicht bemängelt. Und die anderen 15 Prozent, wenn der Kunde will, wickeln wir ab. Das ist überhaupt kein Problem. Nur wir wollen nicht, dass der Kunde die Rabatte verliert„, sagt Kaltenegger zum KURIER. “Und darum bieten wir den Kunden an, er kann im Vertrag bleiben, wir müssen ihn nur upgraden, weil die Verträge dürfen keine Kündigungsmöglichkeit haben. Das wurde bekrittelt. Und wenn der Kunde einverstanden ist, dass es keine Kündigungsmöglichkeit gibt, dann ist alles gut, das bieten wir dem Kunden an.„ Nachsatz: “Eine Rückabwicklung, das hört sich für uns böse an, wäre natürlich die günstigste Form für die TGI, weil ja jeder seine Rabattprovisionen alles verliert leider.„

    Bereits zweite Verfügung
    Bereits am 18. April hatte die deutsche Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) der TGI den Vertrieb von zwei Produkten in Deutschland untersagt.

    In den vergangenen sechs Jahren spielte das dubiose Gold-Geschäft offenbar viel Geld ein. Kaltenegger und seine Frau frönen öffentlich dem Luxus. Auf Puls 4 läuft ihre selbst produzierte Realityshow: “Die Kalteneggers – Eine Familie im Goldrausch„. Am vergangenen Opernball hatten sie den deutschen Comedian Oliver Pocher samt Begleiterin zu Gast, der auch in einem TGI-Werbevideo auftrat.

    Umstrittenes Geschäftsmodell
    Helmut Kaltenegger versuchte im Gespräch mit dem KURIER, sein umstrittenes Geschäftsmodell zu verteidigen. Die Kernbotschaft: Die Kunden sollen weiter ihre versprochenen Rabatte erhalten. Doch von der TGI-Homepage ist das 72-Prozent-Rabatt-Angebot mittlerweile verschwunden. Das Rabattmodell sei nicht tot, sondern pausiere nur, heißt es. Außerdem kündigte Kaltenegger an, dass sein Unternehmen in Deutschland einen Prospekt erstellen lasse, der im gesamten DACH-Raum, sprich für Deutschland, Österreich und die Schweiz, gültig sein werde. Man sei mit der deutschen BaFin, der österreichischen und der liechtensteinischen Finanzmarktaufsicht “wirklich sehr, sehr eng„ im Austausch. Das Ziel: ein System zu kreieren, “womit alle glücklich sind„.

    Standort in Dubai
    Zugleich kündigt er einen geschäftlichen Kurswechsel an. “Wir werden die Kraft nicht mehr in den DACH-Raum stecken. Wir werden uns schön langsam aus dem DACH-Raum zurückziehen„, sagt der TGI-Gründer. “Wir haben schon vor vielen Monaten die TGI International in Dubai gegründet.„
    In einem der unzähligen Videos spricht er von zumindest zwei bis drei Millionen potenziellen Kunden.

    “Wir erweitern uns international und werden uns auf Länder in Südamerika und im asiatischen Raum konzentrieren„, sagt Kaltenegger. “Da haben wir schon Riesenerfolge. Ob wir uns aus Vaduz zurückziehen, steht noch ein bisschen in den Sternen, weil wir wollen und müssen ja alles sauber abwickeln.„

    Money-Making-Machine?
    Ein neuer TGI-Manager bezeichnete das Unternehmen zuletzt in einem Video als “Money-Making-Machine“. Das Geheimnis der hohen Rabatte liegt in Partnerschaften mit Goldminen wie in Sierra Leone, bei denen TGI beteiligt sei, wie Kaltenegger behauptet. „Die Produktionskosten für eine Grammatur sind nur 30 Prozent“, erklärt Kaltenegger. Ein Kunde kaufe Gold für 130 Euro pro Gramm, TGI kaufe es beim Partner für denselben Preis ein, dieser produziere es aber für nur 30 Prozent der Kosten. Mit der Differenz von 70 Prozent werde gewirtschaftet. Zusätzlich handelten die Partner mit sogenannten Rohgold-Barren und erzielten dabei monatlich „12 bis 15 Prozent“ Rendite. „Unsere Partner erwirtschaften ungefähr 300 Prozent in drei Jahren mit dem Kapital“, behauptet Kaltenegger. Von diesen Gewinnen erhalte TGI einen nicht näher bezifferten Anteil – „Prozente X“.

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