Kanadas Premierminister Mark Carney hat ein überraschend niedrigeres Haushaltsdefizit vorgestellt. Grund dafür sind unter anderem gestiegene Ölpreise sowie eine widerstandsfähige Wirtschaft trotz globaler Unsicherheiten und Handelskonflikte.
Laut aktueller Haushaltsvorschau liegt die Staatsverschuldung etwa 14 % unter den bisherigen Prognosen. Statt des im Herbst erwarteten Defizits von rund 78 Milliarden kanadischen Dollar wird nun mit besseren Zahlen gerechnet.
Die Regierung plant dennoch neue Ausgaben – etwa für die Ausbildung von Fachkräften und einen staatlichen Investitionsfonds. Dieser „Canada Strong Fund“ soll mit zunächst 25 Milliarden Dollar Projekte in Bereichen wie Energie, Infrastruktur und Technologie fördern.
Trotz der positiven Entwicklung warnt die Regierung vor Risiken: Handelskonflikte, insbesondere mit den USA, sowie geopolitische Spannungen könnten die wirtschaftliche Lage künftig belasten.
Zudem bleibt Kanada auf absehbare Zeit im Defizit. Bis 2031 wird ein Minus von rund 50 Milliarden Dollar erwartet.
Die konservative Opposition kritisiert weiterhin die hohe Staatsverschuldung und fordert deutliche Einsparungen.
Kommentar hinterlassen