Kaum ist das DFB-Pokalfinale Geschichte, steht schon der nächste Höhepunkt vor der Tür: Am Samstag wird die erste Runde des DFB-Pokals 2026/27 ausgelost.
64 Mannschaften sitzen gespannt vor den Bildschirmen und hoffen auf das große Los. Für die kleinen Vereine geht es um das Traumspiel gegen Bayern München, Borussia Dortmund oder einen anderen Bundesligisten. Für die Großen geht es dagegen vor allem darum, nicht ausgerechnet bei einem Regionalligisten auf einem holprigen Sportplatz mit 8.000 begeisterten Zuschauern antreten zu müssen.
Deniz Aytekin verteilt Hoffnung und Albträume
Als Losfee fungiert Ex-Schiedsrichter Deniz Aytekin. Nach 18 Jahren Bundesliga und zahlreichen DFB-Pokal-Einsätzen darf er nun entscheiden, welche Vereinsfunktionäre jubeln und welche sofort nach der Auslosung hektisch ihre Reisekosten kalkulieren.
Für manche Amateurvereine könnte eine einzige gezogene Kugel mehrere hunderttausend Euro wert sein. Für andere bedeutet sie möglicherweise eine Auswärtsfahrt quer durch Deutschland gegen einen Zweitligisten, bei der selbst die eigenen Fans auf Google Maps nachschauen müssen, wo das eigentlich liegt.
Das große Pokalversprechen
Der DFB-Pokal lebt schließlich von seinen Geschichten.
Jedes Jahr träumt irgendwo ein Oberligist davon, den FC Bayern aus dem Wettbewerb zu werfen. Jedes Jahr erklärt ein Regionalliga-Trainer vor dem Spiel, dass „im Pokal alles möglich ist“. Und jedes Jahr erinnert der Fußball die Beteiligten daran, warum die Profis ihre Millionen verdienen.
Aber genau deshalb lieben die Fans diesen Wettbewerb.
Denn manchmal passiert tatsächlich das Unvorstellbare.
Heimrecht für die Kleinen
Wie gewohnt genießen die Amateurvereine in der ersten Runde Heimrecht. Das bedeutet volle Stadien, lange Bier-Schlangen, Sondertrikots und Funktionäre, die bereits Minuten nach der Auslosung anfangen auszurechnen, wie viele Bratwürste gegen den Rekordmeister verkauft werden könnten.
Manche Vereine finanzieren mit einem einzigen Pokalspiel fast ihre gesamte Saison.
Andere finanzieren damit vermutlich sogar noch die nächste.
Bayern und Dortmund steigen später ein
Der FC Bayern und Borussia Dortmund dürfen sich noch etwas länger gedulden. Wegen des Franz-Beckenbauer-Supercups beginnt ihre Pokalsaison erst Anfang September.
Die übrigen 62 Teams werden hingegen bereits Ende August erfahren, ob ihre Pokalreise mit einem Fußballmärchen beginnt oder nach 90 Minuten und einem 0:5 gegen einen Bundesligisten endet.
Die Vorfreude ist da
Ab 18 Uhr wird die Auslosung live in der ARD übertragen.
Dann beginnt wieder das große Rätselraten, Hoffen und Bangen.
Wer bekommt Bayern?
Wer erwischt Dortmund?
Wer darf von der Sensation träumen?
Und welcher Favorit wird schon am Samstagabend nervös, weil ihn die Losfee zu einem Gegner geschickt hat, dessen Stadion kleiner ist als der eigene VIP-Parkplatz?
Der DFB-Pokal ist zurück – und mit ihm die schönste Fußball-Lotterie Deutschlands.
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