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Yan Couto beim BVB: Vielleicht hilft jetzt eine Runde U23

feworave (CC0), Pixabay
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Bei Borussia Dortmund entwickelt sich die Personalie Yan Couto langsam zu einer dieser Geschichten, bei denen man sich fragt: Wie bekommt man diesen Knoten eigentlich noch einmal auf?

25 Millionen Euro inklusive Boni investierte der BVB im Sommer 2025 in den Brasilianer. Tempo, Technik, Offensivdrang – Couto sollte über die rechte Seite ordentlich Betrieb machen und der Dortmunder Defensive eine zusätzliche spielerische Dimension verleihen.

Ein Jahr später muss man feststellen: Betrieb sieht anders aus.

Auch in seiner zweiten Saison beim BVB ist der große Durchbruch ausgeblieben. Und wenn der Auftritt bei der Testspiel-Niederlage gegen Fortuna Düsseldorf ein Fingerzeig auf Coutos aktuelle Verfassung war, dann zeigt dieser Zeiger ziemlich deutlich nach unten.

Nach der Pause durfte der 24-Jährige ran. Betonung auf „durfte“. Denn wirklich danach ausgesehen, als hätte Couto große Lust auf diese Gelegenheit, hat es nicht.

Wenig Tempo, wenig Dynamik, kaum zwingende Aktionen nach vorne – und eine Körpersprache, bei der man beinahe überprüfen wollte, ob der Brasilianer gedanklich schon am Comer See sitzt.

Dumm nur: Dort ist er bislang nicht angekommen.

Como wartet – Ryerson spielt

Der eigentlich schon ziemlich konkret erscheinende Wechsel zu Como hängt offenbar an den finanziellen Vorstellungen der beteiligten Klubs. Solange keine Einigung erzielt wird, bleibt Couto Dortmunder.

Zumindest auf dem Papier.

Sportlich hat sich auf seiner Position längst Julian Ryerson festgebissen. Und zwar so gründlich, dass aktuell wenig dafür spricht, dass der Norweger seinen Platz freiwillig räumt.

Ryerson steht für genau jene Eigenschaften, die man in Dortmund besonders schätzt: Intensität, Mentalität, Laufbereitschaft – und inzwischen jede Menge offensive Produktivität. 15 Vorlagen sammelte er wettbewerbsübergreifend in der vergangenen Saison, 13 davon in der Bundesliga.

Da wird es schwierig, mit hängenden Schultern vorbeizukommen.

Couto steckt damit in einer ziemlich unangenehmen Situation. Er braucht Spiele, um wieder interessant zu werden. Gleichzeitig bekommt er diese Spiele beim BVB kaum, solange Ryerson seine Leistungen bringt.

Und je länger Couto auf der Bank sitzt, desto schwieriger dürfte es werden, einen Klub zu finden, der bereit ist, für ihn tief in die Tasche zu greifen.

Sein Marktwert ist bereits von 25 auf 17 Millionen Euro gefallen.

Wie wäre es mal mit der U23?

Deshalb könnte man in Dortmund vielleicht eine Variante auspacken, die bei einem Spieler dieser Preisklasse zunächst etwas ungewöhnlich klingt: Schickt Yan Couto doch mal zur U23.

Nicht als Strafaktion. Nicht als öffentliche Degradierung. Und erst recht nicht, um einen 25-Millionen-Euro-Transfer demonstrativ vorzuführen.

Sondern schlicht zum Fußballspielen.

Denn genau das braucht Couto derzeit wahrscheinlich mehr als noch zehn weitere Trainingseinheiten und einen Platz auf der Bank bei den Profis.

90 Minuten. Zweikämpfe. Sprints. Flanken. Fehler machen. Noch einmal probieren. Einen Gegenspieler stehen lassen. Vielleicht sogar ein Tor vorbereiten. Einfach wieder dieses Gefühl bekommen, tatsächlich gebraucht zu werden.

Spielpraxis eben.

Natürlich ist die U23 nicht Manchester City. Sie ist auch nicht Como und vermutlich nicht das Ziel, das sich Couto für seine Karriere vorgestellt hat.

Aber momentan hilft ihm sein theoretisches Niveau herzlich wenig.

Was bringt es dem BVB, einen Spieler mit Millionen-Marktwert wochenlang zwischen Ersatzbank, Transfergerüchten und Kurzeinsätzen herumzureichen? Und was bringt es Couto?

Wenn ein Wechsel kurzfristig nicht zustande kommt, könnte ein Einsatz bei der U23 zumindest Bewegung in eine ziemlich festgefahrene Situation bringen.

Vielleicht findet Couto dort wieder Rhythmus und Selbstvertrauen. Vielleicht empfiehlt er sich wieder für die Profis. Vielleicht erhöht regelmäßige Spielpraxis sogar seine Chancen auf einen vernünftigen Transfer.

Und vielleicht wäre es auch ein kleines Signal: Wer beim BVB unter Vertrag steht, soll Fußball spielen – irgendwo.

Denn eines wäre für alle Beteiligten die schlechteste Lösung: Couto sitzt weiter auf der Bank, Ryerson spielt weiter, der Marktwert fällt weiter und alle warten darauf, dass irgendwann irgendein Verein die Dortmunder Transferprobleme löst.

Dann lieber U23.

Klingt bei einem 25-Millionen-Mann zunächst ein bisschen verrückt.

Aber ihn fürs Nichtspielen zu bezahlen, ist auch keine besonders brillante Idee.

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