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AC Milan sucht Trainer – und Österreich liefert inzwischen offenbar im Großhandel

jorono (CC0), Pixabay
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Eigentlich sollte sich Österreichs Nationalteam gerade auf die WM vorbereiten. Stattdessen wirkt das ÖFB-Camp momentan eher wie eine internationale Trainerbörse mit Buffet und Pressekonferenz.

Denn während Ralf Rangnick offiziell noch Teamchef ist, kreist der AC Milan inzwischen so hartnäckig um ihn herum, dass man fast schon Fluglotsen in Wien-Aspern alarmieren müsste. Und als wäre das nicht genug, schwirrt seit dem Wochenende auch noch Oliver Glasner durch die Mailänder Gerüchteküche.

Rangnick selbst bleibt dabei maximal geheimnisvoll. Auf Fragen zu Milan antwortet er inzwischen ungefähr so konkret wie ein Mafia-Anwalt in einem Netflix-Dokumentarfilm:
„Ich werde das weder bestätigen noch dementieren.“

Das klingt weniger nach Fußballtrainer und mehr nach jemandem, der gerade diskret eine Yacht in Monaco verkauft.

Die italienische „Gazzetta dello Sport“ berichtet bereits von Treffen, Gesprächen und möglichen Plänen. Milan sucht nach einer kompletten sportlichen Neuaufstellung, nachdem man die Champions League verpasst hat und gefühlt halb San Siro ausgetauscht wurde.

Besonders verlockend für Rangnick: In Mailand könnte er offenbar endlich wieder das tun, was er am liebsten macht – gleichzeitig Trainer, Sportdirektor, Philosoph, Projektleiter und vermutlich auch Innenarchitekt sein.

Und natürlich taucht dabei sofort Oliver Glasner auf.

Der Mann hat mit Crystal Palace in einer Saison mehr Titel gewonnen als manche englische Vereine in einem Jahrhundert und wird inzwischen mit jedem freien Trainerstuhl Europas verbunden. Sobald irgendwo ein Coach entlassen wird, erscheint automatisch ein Tweet von Fabrizio Romano mit:
„Glasner appreciated.“

Dass Milan jetzt Interesse zeigt, überrascht also kaum. Wahrscheinlich bekommt Glasner mittlerweile morgens schon automatisch Flugtickets nach Italien zugeschickt, sobald irgendwo ein Vereinspräsident nervös wird.

Besonders schön: Rangnick und Glasner kennen sich noch aus Red-Bull-Zeiten. Die Vorstellung, dass Rangnick in Mailand anruft mit:
„Oliver, hast du Lust auf Espresso, Chaos und 14 italienische Sportzeitungen pro Tag?“
wirkt inzwischen fast realistischer als manches Transfergerücht.

Und während halb Europa österreichische Trainer jagt, sitzt David Alaba daneben und versucht verzweifelt, wenigstens eine einzige Pressekonferenz ohne Zukunftsfragen zu überleben.

Der Real-Abgang lässt seine Zukunft offen – außer Österreich. Das hat Alaba immerhin bereits ausgeschlossen. Vermutlich aus Angst, sonst morgen ebenfalls als neuer Trainer bei Milan gehandelt zu werden.

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