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20 Jahre nach Steve Irwins Tod erinnert seine Familie an den „Superhelden“

Jimbo457 (CC0), Pixabay
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Zwanzig Jahre nach dem tragischen Tod von Steve Irwin erinnert seine Familie an den weltberühmten australischen Tierfilmer und Naturschützer.

Irwin, der durch seine Fernsehauftritte als „Crocodile Hunter“ internationale Bekanntheit erlangte, starb am 4. September 2006 im Alter von nur 44 Jahren. Während Dreharbeiten am Great Barrier Reef wurde er unter Wasser von einem Stachelrochen tödlich an der Brust verletzt.

Zum 20. Todestag veröffentlichte seine Tochter Bindi Irwin eine sehr persönliche Würdigung ihres Vaters.

Bindi war erst acht Jahre alt, als Steve Irwin starb. Heute ist sie 28 und selbst Mutter.

In ihrem Beitrag bezeichnete sie ihren Vater als „Superhelden“ und erinnerte daran, wie sie und ihre Familie in den vergangenen zwei Jahrzehnten erlebt hätten, dass Menschen auf der ganzen Welt gemeinsam mit ihnen um Steve Irwin trauerten.

Lange habe sie geglaubt, das wichtigste Vermächtnis ihres Vaters sei der Schutz von Wildtieren und Natur gewesen. Inzwischen sehe sie seine Bedeutung noch umfassender.

Sein eigentliches Vermächtnis sei die Liebe gewesen – die Liebe zum Planeten, zu den Tieren und zu den Menschen.

Besonders eindringlich beschrieb Bindi Irwin, wie tief der Tod ihres Vaters die gesamte Familie getroffen habe.

Ihre Mutter Terri habe die Liebe ihres Lebens verloren, während sie selbst und ihr jüngerer Bruder Robert ihren Vater verloren hätten.

Trauer verschwinde nach ihrer Erfahrung niemals vollständig. Vielmehr lerne man, mit ihr weiterzuleben und sie dauerhaft als Teil des eigenen Lebens zu akzeptieren.

Heute spielt Steve Irwin sogar im Leben seiner Enkelin eine Rolle, obwohl die beiden sich niemals begegnen konnten.

Bindi Irwins Tochter ist mittlerweile fünf Jahre alt und schaut sich nach Angaben ihrer Mutter fast jeden Morgen alte Dokumentationen ihres Großvaters an.

Das Mädchen nennt Steve liebevoll ihren „Grandpa Crocodile“.

Obwohl sie ihn nie persönlich kennengelernt habe, fühle sie sich ihm sehr verbunden und von ihm geliebt, schrieb Bindi.

Damit lebt ein Teil von Steve Irwins Persönlichkeit für eine neue Generation weiter.

Nach seinem Tod führte die Familie seine Arbeit konsequent fort.

Terri, Bindi und Robert Irwin engagieren sich weiterhin für den Tier- und Naturschutz und führen den Australia Zoo im australischen Bundesstaat Queensland weiter.

Der Zoo war bereits zu Lebzeiten Steve Irwins eng mit der Familie verbunden und wurde durch dessen internationale Popularität weltweit bekannt.

Für Bindi steht fest, dass der Einfluss ihres Vaters weit über seine eigene Lebenszeit hinausreichen wird.

Was er aufgebaut habe, werde auch kommende Generationen prägen. Sein Leben und seine Arbeit seien deshalb trotz des schmerzhaften Verlusts etwas, das gefeiert werden müsse.

Sie bedankte sich bei ihrem Vater dafür, weiterhin als eine Art Schutzengel über der Familie zu wachen, und beendete ihre Botschaft mit einer Liebeserklärung an ihn.

Auch Steve Irwins Witwe Terri erinnerte öffentlich an ihren Mann.

Sie veröffentlichte einen älteren Interviewausschnitt, in dem Steve Irwin von der Geburt seiner Tochter Bindi erzählte.

Mit seiner für ihn typischen Begeisterung bezeichnete er darin die Geburt seiner Tochter als die außergewöhnlichste Begegnung seines Lebens – noch bedeutender als sämtliche Erlebnisse mit wilden Tieren.

Als er seine neugeborene Tochter zum ersten Mal im Arm gehalten habe, sei ihm sofort ihr Name eingefallen.

Bindi wurde nach seinem Lieblingskrokodil benannt.

Steve Irwin erzählte damals lachend, dass er seine Tochter angesehen und spontan an genau dieses Tier gedacht habe.

Auch Sohn Robert Irwin gedachte seines Vaters.

Der heute 22-Jährige veröffentlichte ein Foto, auf dem Steve ihn als Baby im Arm hält.

Dazu schrieb Robert lediglich, das Vermächtnis seines Vaters werde für immer bestehen bleiben.

Robert und Bindi haben die Bekanntheit der Familie inzwischen auf ihre eigene Weise weitergeführt.

Beide arbeiten im Natur- und Artenschutz, treten regelmäßig im Fernsehen auf und setzen sich öffentlich für den Schutz bedrohter Tierarten ein.

Robert Irwin gewann im vergangenen November zudem die amerikanische Tanzshow „Dancing with the Stars“.

Damit wiederholte er einen Erfolg seiner Schwester, die denselben Wettbewerb bereits zehn Jahre zuvor gewonnen hatte.

Trotz ihrer eigenen Karrieren ist Steve Irwin im öffentlichen Auftreten der Familie weiterhin allgegenwärtig.

Seine Begeisterung für Tiere, sein ungewöhnlich energiegeladener Präsentationsstil und sein kompromissloses Engagement für den Naturschutz machten ihn zu einer der bekanntesten Persönlichkeiten Australiens.

Millionen Menschen auf der ganzen Welt lernten durch seine Fernsehsendungen Krokodile, Schlangen und andere Wildtiere aus einer Perspektive kennen, die gleichzeitig unterhaltsam und lehrreich sein sollte.

Seine Auftritte waren geprägt von großer körperlicher Nähe zu den Tieren, enormer Begeisterung und einem unverwechselbaren Auftreten in Khaki-Hemd und kurzen Hosen.

Gerade diese Mischung machte ihn zu einer internationalen Fernsehfigur.

Sein plötzlicher Tod während der Dreharbeiten im Jahr 2006 löste weltweit Bestürzung aus.

Zwanzig Jahre später zeigt die Erinnerung seiner Familie, dass Steve Irwin für sie jedoch weit mehr war als der berühmte „Crocodile Hunter“.

Für seine Kinder war er vor allem ihr Vater.

Und für seine Enkelin ist er heute ein Großvater, den sie zwar nur aus alten Aufnahmen kennt, der aber dennoch einen festen Platz in ihrem Leben bekommen hat.

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