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Zweijähriger stirbt nach Schuss aus ungesicherter Waffe in Kalifornien

RobVanDerMeijden (CC0), Pixabay
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Ein zweijähriger Junge ist im US-Bundesstaat Kalifornien gestorben, nachdem er in einem Wohnhaus eine Schusswaffe gefunden und sich damit selbst verletzt hatte. Nach Angaben der Behörden ereignete sich der Vorfall am 16. Juli in Highland, einer Stadt im San Bernardino County östlich von Los Angeles.

Die Polizei wurde am frühen Abend zu dem Haus gerufen, nachdem ein Notruf wegen eines angeschossenen Kleinkindes eingegangen war. Einsatzkräfte begannen noch vor Ort mit Wiederbelebungsmaßnahmen. Anschließend wurde der Junge in ein Krankenhaus gebracht, wo er kurze Zeit später starb.

Nach den bisherigen Ermittlungen soll das Kind eine Waffe gefunden haben, die zwischen zwei Sitzpolstern eines Sofas versteckt war. Während sich die Mutter des Kindes und ihr Lebensgefährte im Haus befanden, soll der Junge die Waffe an sich genommen und sich selbst angeschossen haben.

Die Mutter, die 20-jährige Jamaria Cobb, und ihr 52 Jahre alter Freund Armand Bright wurden festgenommen. Gegen beide besteht nach Angaben des Sheriffbüros der Verdacht der Kindesmisshandlung mit schwerer Körperverletzung beziehungsweise Todesfolge. Ob sie bereits anwaltlich vertreten werden, war zunächst nicht bekannt.

Ein weiteres Kind, das sich ebenfalls in dem Haus befand, wurde von der Kinder- und Familienbehörde in Obhut genommen.

Der Fall reiht sich in eine Serie tödlicher und schwerer Unfälle mit Schusswaffen ein, bei denen Kinder in den USA Zugang zu ungesicherten Waffen erhalten. Nach Angaben der Organisation Everytown for Gun Safety wurden im Jahr 2026 bereits mehr als 140 Fälle registriert, in denen Kinder unbeabsichtigt sich selbst oder andere mit einer Schusswaffe verletzten. Bis Anfang Juli wurden demnach 49 Todesfälle und 97 Verletzte gezählt.

Erst wenige Tage zuvor hatte es in Florida einen ähnlichen Vorfall gegeben: Ein vierjähriges Kind soll während eines Familienurlaubs eine ungesicherte Waffe in einem Auto gefunden und damit einen zweijährigen Jungen tödlich verletzt haben. In Ohio starb zudem ein einjähriger Junge, nachdem sein Vater nach Behördenangaben einen Waffenschrank offen gelassen hatte.

Organisationen zur Prävention von Waffengewalt warnen seit Jahren vor der Gefahr ungesicherter Schusswaffen in Haushalten mit Kindern. Laut einem Bericht der Organisation Brady leben in den USA rund 6,7 Millionen Kinder in Haushalten, in denen Waffen unverschlossen und geladen aufbewahrt werden. Die Zahl soll in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen sein.

Kalifornien hat vergleichsweise strenge Vorschriften zur sicheren Aufbewahrung von Schusswaffen. Waffen dürfen nicht ungesichert so gelagert werden, dass Kinder Zugang dazu bekommen können. Kommt es dadurch zu Verletzungen oder Todesfällen, drohen erhebliche strafrechtliche Konsequenzen.

Der Tod des zweijährigen Jungen zeigt erneut, wie schnell eine ungesicherte Waffe in einem Haushalt mit Kindern zur tödlichen Gefahr werden kann. Für Ermittler steht nun im Mittelpunkt, wie die Waffe in das Sofa gelangte, wem sie gehörte und warum sie für ein Kleinkind erreichbar war.

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