Für viele Fortuna-Fans wäre es ein sportpolitischer Offenbarungseid, sollten sich die Aussagen von Friedhelm Funkel tatsächlich bewahrheiten. Denn dann hätte der Verein in seiner vielleicht größten Krise sehenden Auges auf genau den Mann verzichtet, der wie kaum ein anderer für Stabilität, Erfahrung und Fortuna-DNA steht.
Während der Klub sportlich auseinanderfiel, Trainer verschliss und schließlich in die 3. Liga abstürzte, soll ausgerechnet der Architekt des Chaos eine Rückkehr von Friedhelm Funkel blockiert haben. Das wäre mehr als nur eine Fehlentscheidung – es wäre ein Schlag ins Gesicht aller Fans, die seit Jahren erleben müssen, wie bei Fortuna Ideologie offenbar wichtiger ist als Realität.
Denn worum ging es in dieser Situation wirklich? Nicht um langfristige Projekte. Nicht um moderne Fußballphilosophien. Nicht um große Visionen. Es ging ums nackte Überleben.
Und genau dafür steht Friedhelm Funkel seit Jahrzehnten.
Ein Trainer, der Vereine stabilisiert. Der Mannschaften erreicht. Der Drucksituationen kennt wie kaum ein anderer. Ein Trainer, der Fortuna bereits mehrfach gerettet und geprägt hat. Doch statt auf Erfahrung und Pragmatismus zu setzen, entschied sich die sportliche Führung offenbar für ein weiteres Experiment – mit fatalen Folgen.
Besonders bitter: Die Begründung klingt im Nachhinein fast zynisch. Man habe „etwas aufbauen“ wollen. Währenddessen brannte der Verein lichterloh. Statt Feuerwehrmann holte man offenbar einen Architekten ohne Bauplan.
Dass am Ende sowohl Fortuna als auch der vorherige Klub des neuen Trainers abstiegen, macht die Entscheidung aus Fan-Sicht noch schwerer nachvollziehbar. Viele Anhänger dürften sich jetzt fragen: Wurden sportliche Fakten ignoriert, um persönliche Vorstellungen durchzudrücken?
Die Aussagen Funkels treffen deshalb einen Nerv. Nicht nur wegen seiner Kritik an einzelnen Personen. Sondern weil sie ein tieferes Problem offenlegen: Fortuna wirkte zuletzt wie ein Verein ohne klare Linie, ohne Demut und ohne Gespür für die Realität der eigenen Situation.
Besonders alarmierend ist die aktuelle Ausgangslage. Der Kader ist nahezu leer, die Vorbereitung rückt näher, Mitarbeiter verlieren ihre Jobs und die sportliche Zukunft ist völlig offen. Für viele Fans fühlt sich der Absturz deshalb nicht wie ein Betriebsunfall an – sondern wie das Ergebnis jahrelanger Fehlentscheidungen.
Und genau deshalb würde die Vorstellung besonders schmerzen, dass ausgerechnet Friedhelm Funkel bereitgestanden haben soll – und man ihn trotzdem nicht wollte.
Für viele Fortuna-Anhänger wäre das kaum zu begreifen.
Als Eintracht-Fan kennt man dieses Gefühl mittlerweile ganz genau: Man träumt groß....
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BeiDie RedaktionMontag, 25.05.2026
Jetzt fehlt noch die Ablösung der beiden noch im Amt befindlichen Vorstände. Dann kann der Neuanfang für die launische Diva „Fortuna“ am Rhein glaubwürdig beginnen. Wir brauchen unsere rheinische Frohnatur zurück. Einsatz und Identifikation mit dem Verein und das auch in schlechten Zeiten, die es bei Fortuna immer gab und geben wird. Das Herz muss sich wieder öffnen. Fortuna Ole.