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Hansa Rostock Fan schüttelt den Kopf

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Als Hansa-Fan fragt man sich langsam wirklich, was da eigentlich der Plan sein soll. Wieder wurde der Aufstieg verpasst – und statt endlich eine Mannschaft zusammenzuhalten, die über Jahre wachsen kann, beginnt schon wieder der große Umbruch. Wieder neue Abgänge. Wieder neue Baustellen. Wieder dieses Gefühl, jedes Jahr bei Null anfangen zu müssen.

Mit Nico Neidhart geht nicht einfach irgendein Spieler. Da geht einer, der Hansa gelebt hat. Sieben Jahre. Aufstieg. Klassenerhalt. Identifikation. Genau solche Typen braucht ein Verein, wenn er irgendwann wieder nachhaltig Richtung 2. Liga will. Stattdessen verliert man erneut Spieler, die wissen, was dieser Verein bedeutet.

Und dann auch noch Benjamin Uphoff. Ausgerechnet der beste Spieler der Saison. Einer der wenigen absoluten Leistungsträger. Einer, der Woche für Woche Punkte festgehalten hat. Zwölfmal zu Null, konstant stark – und jetzt weg. Wer soll das bitte ersetzen?

Dazu kommen weitere Abgänge wie Bergh, Kinsombi oder Lebeau. Also wieder Leistungsträger weg, wieder Automatismen zerstört, wieder alles neu aufbauen. Aber womit eigentlich? Und mit wem?

Genau das ist doch das eigentliche Problem bei Hansa seit Jahren: Sobald mal ein Gerüst entsteht, wird es wieder auseinandergerissen. Es fehlt komplett die Kontinuität. Andere Vereine steigen auf, weil sie über Jahre eine Achse entwickeln, einen Stamm halten und gezielt ergänzen. Bei Hansa wirkt es dagegen oft so, als würde man jede Saison einen halben Neuanfang starten.

Als Fan fragt man sich deshalb völlig zurecht: Wer kommt denn jetzt überhaupt neu? Wer ersetzt diese Spieler? Wo sind die Verstärkungen, die wirklich den Unterschied machen? Wo ist endlich mal eine Mannschaft, die nicht nur irgendwie oben mitspielt, sondern ernsthaft Aufstieg kann?

Denn nur vom Namen Hansa Rostock steigt niemand auf.

Die Wahrheit ist doch: Die 3. Liga wird jedes Jahr härter. Vereine wie Dresden, Bielefeld, Essen oder 1860 investieren massiv. Wer dort bestehen will, braucht nicht jedes Jahr neue Übergangslösungen, sondern Stabilität, Qualität und eine klare sportliche Idee.

Stattdessen herrscht bei Hansa wieder Unsicherheit. Verträge laufen aus, Gespräche laufen noch, der Kader wird dünner – und die Fans sollen erneut hoffen, dass irgendwie alles gut geht.

Aber genau dieses „irgendwie“ reicht eben nicht mehr.

Viele Hansa-Fans sehnen sich endlich nach einer Mannschaft, die zusammenwächst, Charakter hat und über mehrere Jahre etwas entwickeln kann. Eine echte Aufstiegsmannschaft. Keine Dauerbaustelle.

Denn wenn jedes Jahr die wichtigsten Spieler gehen und alles wieder von vorne beginnt, wird der Traum von Liga 2 irgendwann genau das bleiben: ein Traum.

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