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WM-Kommentar: Joker, Rekorde und ein Torwartfehler – die zweite Runde liefert Geschichten

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Die Weltmeisterschaft 2026 nimmt Fahrt auf – und wie! Während die Schweiz mit einer furiosen Schlussphase die Tür zum Achtelfinale weit aufstößt, schreibt Gastgeber Kanada mit seinem ersten WM-Sieg überhaupt Geschichte. Mexiko wiederum sichert sich mit einem Arbeitssieg den Gruppensieg und darf sich auf ein Heimspiel im legendären Aztekenstadion freuen.

Die Schweizer hatten gegen Bosnien-Herzegowina lange Geduld gefragt. Über weite Strecken wirkte die Partie wie ein zähes Ringen gegen eine kompakte Defensive. Doch Trainer Murat Yakin bewies ein goldenes Händchen. Seine Einwechslungen veränderten das Spiel komplett. Der erst kurz zuvor gekommene Manzambi brach den Bann und leitete eine Schlussphase ein, die aus einem mühsamen Arbeitstag plötzlich ein Fußballfest machte. Nach der Roten Karte für Muharemović brachen bei den Bosniern alle Dämme. Am Ende stand ein deutliches 4:1, das deutlicher klingt, als es die Partie lange war. Die Schweiz hat damit beste Chancen auf das Weiterkommen – und gezeigt, dass sie auch von der Bank enorme Qualität nachlegen kann.

Noch spektakulärer verlief der Abend in Kanada. Die Ahornblätter feierten gegen Katar den ersten WM-Sieg ihrer Geschichte – und machten daraus gleich ein halbes Volksfest. Beim 6:0 überrollten die Gastgeber ihren Gegner nach Belieben. Jonathan David glänzte mit einem Hattrick, während die Katarer nach zwei Platzverweisen völlig den Faden verloren. Der einzige Wermutstropfen bleibt die mögliche schwere Verletzung von Mittelfeldchef Ismaël Koné. Sportlich aber könnte die Ausgangslage kaum besser sein: Kanada führt die Gruppe an und hat den Gruppensieg gegen die Schweiz nun selbst in der Hand.

Weniger spektakulär, aber nicht weniger wichtig war der Erfolg Mexikos gegen Südkorea. In einer Partie mit überschaubarem Unterhaltungswert entschied letztlich ein folgenschwerer Abstimmungsfehler in der südkoreanischen Defensive das Spiel. Luis Romo sagte Danke und erzielte das Tor des Tages. Mexiko musste anschließend nicht glänzen, sondern nur noch verwalten. Das gelang souverän.

Die Bilanz des Tages: Kanada feiert Geschichte, die Schweiz entdeckt ihre Jokerstärke und Mexiko zeigt, dass man bei einer WM nicht jedes Spiel spektakulär gewinnen muss. Manchmal reicht ein Fehler des Gegners – und die Erkenntnis, dass am Ende nur das Ergebnis zählt.

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