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Vance am Gate gestrandet: Friedensmission in die Schweiz vorerst auf unbestimmte Verspätung

PuppypawsAZ (CC0), Pixabay
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Eigentlich sollte US-Vizepräsident JD Vance bereits auf dem Weg in die Schweiz sein, um bei den historischen Iran-Gesprächen Präsenz zu zeigen. Doch aus der geplanten diplomatischen Punktlandung wurde zunächst einmal ein Fall für die Anzeigetafel am Flughafen: „Abflug verzögert – Grund unbekannt.“

Vance war nach Angaben aus Washington praktisch startklar. Die Air Force Two stand bereit, die Koffer offenbar gepackt, die Pressemitteilungen geschrieben. Nur eines fehlte: die Reise selbst.

Das Weiße Haus erklärte trocken, die organisatorischen Rahmenbedingungen der Gespräche seien „nie einfach oder vorhersehbar“ gewesen. Eine Formulierung, die Diplomaten weltweit vermutlich als elegante Umschreibung für „Wir wissen selbst noch nicht genau, was gerade passiert“ in ihre Lehrbücher aufnehmen werden.

Besonders bemerkenswert: Während Vance noch auf die endgültige Reisegenehmigung wartete, hatte Präsident Donald Trump die Absichtserklärung zum Kriegsende bereits im Schloss Versailles unterschrieben. Diplomatie im Jahr 2026 funktioniert schließlich effizient: Erst wird unterschrieben, dann wird geklärt, wer überhaupt zum Termin erscheint.

Auch auf iranischer Seite scheint die Begeisterung für eine schnelle Anreise überschaubar zu sein. Medienberichten zufolge verzögert Teheran die Entsendung seiner Delegation wegen der anhaltenden Spannungen im Nahen Osten. Mit anderen Worten: Der Friedensgipfel wartet derzeit auf die Teilnehmer eines Friedensgipfels.

Für zusätzliche Unterhaltung sorgt die Reaktion in Washington. Während die Tinte unter dem Abkommen kaum getrocknet ist, kursieren bereits Kopien im Kapitol. Dort lesen republikanische Politiker das Papier offenbar mit derselben Begeisterung, mit der man eine überraschende Nebenkostenabrechnung öffnet. Von einem „historischen Fehler“ bis zu „unüberlegten Bestimmungen“ reichen die Kommentare.

So bleibt von der großen Friedensoffensive zunächst vor allem ein kurioses Bild: Der Präsident unterschreibt in Versailles, der Vizepräsident bleibt am Boden, die iranische Delegation lässt auf sich warten und die eigene Partei fragt sich, warum das alles überhaupt passiert.

Immerhin eines funktioniert zuverlässig: Die Schlagzeilenproduktion. Die läuft derzeit deutlich reibungsloser als die Diplomatie.

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