Der Iran hat Aussagen von US-Präsident Donald Trump zurückgewiesen, wonach neue Gespräche zwischen Washington und Teheran unmittelbar bevorstehen. Trump hatte am 2. August 2026 erklärt, die USA hätten einen groß angelegten Angriff auf den Iran vorbereitet, diesen jedoch nach Bitten Saudi-Arabiens, der Vereinigten Arabischen Emirate und Katars vorerst gestoppt.
Nach Darstellung des US-Präsidenten hätten die drei Staaten darauf verwiesen, dass eine Einigung über die Wiederöffnung der Straße von Hormus sowie über das iranische Atomprogramm möglich sei. Auch der Iran habe demnach dringend um einen Aufschub gebeten. Trump sprach von einem Angriff, der aus seiner Sicht der größte seit dem Zweiten Weltkrieg gewesen wäre, und kündigte an, die Gespräche könnten bereits am 3. August beginnen.
Der Sprecher des iranischen Außenministeriums, Esmaeil Baghaei, widersprach dieser Darstellung jedoch. Nach seinen Angaben führt der Iran derzeit keine Verhandlungen mit den Vereinigten Staaten. Stattdessen gebe es Gespräche mit Oman über eine vorübergehend sichere Passage durch die Straße von Hormus. Außerdem seien weder Besuche ausländischer Delegationen noch Reisen iranischer Unterhändler in den kommenden Tagen geplant.
Zuvor hatten die USA den Iran im Juli über 13 Nächte hinweg aus der Luft angegriffen, nachdem eine geplante Verständigung über ein Friedensabkommen gescheitert war. Seit dem 23. Juli gilt eine Pause, die neuen Gesprächen Raum geben sollte. Konkrete Fortschritte sind bislang jedoch nicht bekannt.
Mindestens 18 US-Soldaten sollen im Verlauf des Krieges ums Leben gekommen sein. Gleichzeitig wächst in den Vereinigten Staaten die Kritik an Trumps Vorgehen. Laut einer im Juli veröffentlichten Umfrage lehnten mehr als zwei Drittel der Befragten seine Kriegsführung ab.
Trump betonte dennoch, ein Angriff bleibe möglich, falls der Iran einem Abkommen nach US-Vorstellungen nicht zustimme.
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