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Volkswagen wird 4 Werke in Deutschland schließen

Pexels (CC0), Pixabay
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Beim Volkswagen-Konzern zeichnet sich ein historischer Einschnitt ab. Der Autobauer plant offenbar eine der größten Umstrukturierungen seiner Unternehmensgeschichte – mit massiven Folgen für Belegschaft und Standorte.

Nach Informationen des Manager Magazins plant VW eine deutlich verschärfte Sparstrategie. Demnach könnten weltweit bis zu 100.000 Arbeitsplätze wegfallen – etwa doppelt so viele wie bislang offiziell vorgesehen. Der Konzern beschäftigt derzeit rund 657.000 Mitarbeiter weltweit.

VW-Chef Oliver Blume soll entsprechende Pläne bereits im Vorstand vorgestellt haben. Offizielle Details zur konkreten Aufschlüsselung der Stellenstreichungen liegen bislang nicht vor.

Werksschließungen im Raum

Noch weitreichender als der Personalabbau könnten mögliche Werksschließungen in Deutschland sein. Laut dem Bericht stehen mehrere Standorte auf dem Prüfstand, darunter:

  • Hannover (Nutzfahrzeuge)
  • Zwickau (E-Auto-Produktion)
  • Emden (ID-Modelle)
  • Audi-Standort Neckarsulm

In Zwickau werden derzeit unter anderem die Elektromodelle ID.3 und Cupra Born produziert, in Emden laufen ID.4 und ID.7 vom Band. Hannover gilt als zentraler Standort für die Nutzfahrzeugsparte.

Sollten dort produzierte Modelle auslaufen, könnte die Fertigung schrittweise eingestellt werden – mit entsprechend gravierenden Folgen für die Regionen.

Konzernumbau mit System

Neben Einschnitten bei Personal und Produktion steht offenbar auch die Struktur des gesamten Konzerns zur Disposition. Demnach sollen sowohl die Kernmarke Volkswagen als auch weitere Einheiten organisatorisch neu aufgestellt und teilweise aus dem bisherigen Verbund herausgelöst werden.

Ziel dieser Umstrukturierung könnte sein, einzelne Bereiche künftig leichter an der Börse platzieren oder eigenständig steuern zu können. VW selbst äußert sich zu den internen Plänen bislang nicht und verweist auf vertrauliche Entscheidungsprozesse.

Ein Konzern im tiefgreifenden Wandel

Die Pläne deuten auf einen grundlegenden Kurswechsel hin: weg vom klassischen, zentral gesteuerten Automobilkonzern hin zu einer stärker aufgesplitteten Struktur.

Ob und in welchem Umfang die Maßnahmen tatsächlich umgesetzt werden, bleibt offen – klar ist jedoch bereits jetzt: Volkswagen steht vor einem Umbruch, der nicht nur die Konzernstruktur, sondern auch tausende Arbeitsplätze und ganze Industrieregionen in Deutschland nachhaltig verändern könnte.

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