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Blood, Sweat & Tears-Sänger David Clayton-Thomas ist tot

HtcHnm (CC0), Pixabay
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Der kanadische Sänger und Frontmann der Jazz-Rock-Band Blood, Sweat & Tears, David Clayton-Thomas, ist im Alter von 84 Jahren gestorben.

Wie sein Sprecher Eric Alper mitteilte, starb der Musiker am Mittwoch in einem Krankenhaus in Toronto „friedlich“. Eine Todesursache wurde nicht genannt.

Stimme einer Erfolgsära

Clayton-Thomas gehörte zu den prägenden Stimmen der späten 1960er- und frühen 1970er-Jahre. Mit Blood, Sweat & Tears feierte er internationale Erfolge und wurde 2023 in die Canadian Music Hall of Fame aufgenommen.

Zu den bekanntesten Songs der Band zählen unter anderem „You’ve Made Me So Very Happy“, „And When I Die“ und „Spinning Wheel“ – letzteres stammt direkt aus seiner Feder.

Das gleichnamige Album der Band aus dem Jahr 1968 wurde ein Welterfolg, verkaufte sich millionenfach und dominierte wochenlang die US-Charts. Es gewann mehrere Grammy Awards, darunter sogar die Auszeichnung als „Album des Jahres“.

Vom Straßenleben auf die großen Bühnen

Clayton-Thomas’ Lebensweg begann weit entfernt vom Rampenlicht. Als Teenager lebte er zeitweise auf der Straße und kam mit dem Gesetz in Konflikt. In Haftanstalten brachte er sich selbst das Gitarrespielen bei – der Beginn seiner musikalischen Laufbahn.

Von dort führte sein Weg auf einige der größten Bühnen der Welt, darunter auch das legendäre Woodstock-Festival.

Zwischen Erfolg, Politik und Tourneen im Kalten Krieg

1970 war die Band die erste Rockgruppe, die im Auftrag des US-Außenministeriums hinter den Eisernen Vorhang tourte – ein historischer Schritt, der zugleich politisch umstritten war.

Später wurde berichtet, dass es im Zusammenhang mit einer Osteuropa-Tour politischen Druck aus der Nixon-Ära gegeben haben soll. Die Band geriet dadurch zeitweise in die Kritik.

1972 verließ Clayton-Thomas die Gruppe, unter anderem wegen der Belastung durch jahrelanges intensives Touren. In den 1980er-Jahren kehrte er später noch einmal zurück.

Ein Musiker mit langem Atem

Neben seiner Zeit mit Blood, Sweat & Tears veröffentlichte Clayton-Thomas mehr als ein Dutzend Soloalben und blieb über Jahrzehnte musikalisch aktiv.

Er hinterlässt zwei Töchter. Zu seinen Ehren ist ein Gedenkkonzert geplant, dessen Erlöse einer gemeinnützigen Organisation zugutekommen sollen, die ihm besonders am Herzen lag.

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