Als Wolfsburg-Fan kann man da schon mal vorsichtig die Trommel rühren:
Fabian Reese für 8 Millionen und jetzt Robert Glatzel für 1,5 Millionen? Das klingt endlich mal nach einem Transferfenster mit Plan statt nach dem traditionellen Wolfsburger „Wir kaufen fünf Talente und hoffen auf Magie“.
Glatzel mag in der Bundesliga kein Dauerbrenner gewesen sein, aber in der 2. Liga ist der Mann praktisch eine Torgarantie auf zwei Beinen: 94 Tore in 189 Spielen sprechen eine deutliche Sprache. Für 1,5 Millionen bekommt der VfL einen Stürmer, der weiß, wo das Tor steht – und nicht erst Google Maps fragen muss.
Besonders schön: Während andere Aufsteiger oder Zweitligisten noch überlegen, wer die Tore schießen soll, verpflichtet Wolfsburg gleich jemanden, der das seit Jahren nachweislich tut. Zusammen mit Reese könnte das tatsächlich eine Offensive werden, bei der gegnerische Abwehrreihen künftig wieder unruhig schlafen.
Natürlich bleibt die obligatorische Wolfsburger Frage: „Funktioniert das auch wirklich?“ Aber für 1,5 Millionen Euro ist das Risiko überschaubar. Wenn Glatzel nur annähernd seine HSV-Quote erreicht, war das ein Schnäppchen. Und falls nicht, hat man wenigstens nicht wieder einen 20-Millionen-Euro-Transfer verpflichtet, dessen größte Stärke darin besteht, bei der Präsentation ein Trikot hochzuhalten.
Kurz gesagt: Reese bringt die Kreativität, Glatzel die Tore – und plötzlich sieht der direkte Wiederaufstieg gar nicht mehr so unrealistisch aus.
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