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Verheerendes Feuer in Milwaukee: Vier Tote und zahlreiche Verletzte

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In Milwaukee kam es am Morgen des 11. Mai zu einem schweren Brand in einem vierstöckigen Wohngebäude, bei dem mindestens vier Menschen ums Leben kamen und vier weitere schwer verletzt wurden. Das Feuer brach gegen 7:45 Uhr in einem Gemeinschaftsbereich des Gebäudes aus und breitete sich schnell über mehrere Stockwerke aus.

Großeinsatz der Feuerwehr

Die Feuerwehr rückte mit 22 Löschfahrzeugen und acht Drehleitern an. Auch Einheiten aus den benachbarten Gemeinden Wauwatosa und West Allis waren im Einsatz. Laut Feuerwehrchef Aaron Lipski mussten etwa 30 Menschen aus dem Gebäude gerettet werden, viele von ihnen über Leitern. Einige Bewohner sprangen in Panik aus dem zweiten Stock, um den Flammen zu entkommen.

Die Verletzten wurden umgehend in Krankenhäuser gebracht, vier von ihnen befinden sich in kritischem Zustand. Über die genaue Anzahl der Leichtverletzten und die Brandursache liegen noch keine Informationen vor.

Mangelnde Brandschutzvorrichtungen

Besonders tragisch: Das 1968 erbaute Gebäude verfügte nicht über Sprinkleranlagen. Laut Lipski sind Gebäude, die vor 1974 errichtet wurden, unter bestimmten Bedingungen von der Sprinklerpflicht ausgenommen. Dies habe die Überlebenschancen erheblich beeinträchtigt.

Ein kleiner Bereich im Parkhaus des Gebäudes verfügte zwar über eine Sprinkleranlage, doch die Wohnbereiche waren ungeschützt. Bereits 2024 wurde wegen der unzureichenden Sprinklerausstattung eine Bauordnungsverletzung festgestellt. Trotz mehrerer Nachkontrollen und einem abschließenden Inspektionsbericht im April 2025, der die Mängel als behoben angab, kam es zu der Katastrophe.

Hilfe für die Betroffenen

Der Brand machte das Gebäude unbewohnbar und zwang mehrere hundert Menschen, ihre Wohnungen zu verlassen. Viele Betroffene saßen stundenlang auf Decken und Grasflächen vor dem Gebäude, unsicher darüber, wie es weitergehen sollte.

Die Red Cross leistete vor Ort Hilfe und verteilte Decken, Wasser und Snacks. Auch die nahegelegene Bethesda Church of God in Christ öffnete ihre Türen, um den Menschen einen Zufluchtsort zu bieten. Pastor Hosea Bates beschrieb die Stimmung als geprägt von Verzweiflung und Unsicherheit.

Eine ungewisse Zukunft

Viele der nun obdachlosen Bewohner wissen nicht, wohin sie gehen sollen. Pharoah Morris, der erst im Februar in das Gebäude gezogen war, sagte: „Ich weiß nicht, wo ich heute Nacht hingehe.“ Einige wurden in Stadtbusse gebracht, doch die genaue Unterbringung ist noch unklar.

Die Behörden haben Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen. Der staatliche Brandermittler wurde angefordert, um die Situation weiter zu untersuchen. Während die Aufräumarbeiten im Gange sind, bleibt die Frage, wie es für die betroffenen Familien weitergeht, offen.

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