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Vandalismus oder Baumängel? Streit um Trumps neuen Reflecting Pool spitzt sich zu

Survivor (CC0), Pixabay
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Der neu gestaltete Reflecting Pool am Lincoln Memorial sorgt erneut für Schlagzeilen. Nach Angaben eines ranghohen Vertreters des National Park Service (NPS) soll die erst kürzlich erneuerte Beckenfolie vorsätzlich mit einem scharfen Gegenstand beschädigt worden sein. Gleichzeitig bleiben Fragen zum Zustand und zur Sanierung der millionenschweren Anlage offen.

In einer eidesstattlichen Erklärung vor einem Bundesgericht erklärte Frank Lands, stellvertretender Direktor des National Park Service für operative Angelegenheiten, die Folie des Wasserbeckens sei offenbar mit einem Messer oder einer Rasierklinge aufgeschlitzt worden.

Wie die Behörde zu dieser Einschätzung gelangte, geht aus der Erklärung jedoch nicht hervor. Auch auf entsprechende Nachfragen von Medien reagierte der National Park Service zunächst nicht.

Die Erklärung wurde im Zusammenhang mit einem laufenden Gerichtsverfahren eingereicht. Kläger werfen der Trump-Regierung vor, die umfangreiche Sanierung des historischen Reflecting Pools rechtswidrig durchgeführt zu haben.

Bereits im April hatte Präsident Donald Trump angekündigt, das Wasserbecken im Vorfeld der Feierlichkeiten zum 250-jährigen Bestehen der Vereinigten Staaten umfassend zu modernisieren. Unter anderem sollte der Beckenboden in einem als „American Flag Blue“ bezeichneten Blauton gestaltet werden.

Das Projekt war von Beginn an umstritten. Kritiker bemängelten, dass auf das übliche öffentliche Ausschreibungsverfahren verzichtet worden sei. Zudem soll eines der beauftragten Unternehmen Verbindungen zu einem politischen Unterstützer Trumps haben.

Hinzu kamen technische Probleme kurz nach Abschluss der Arbeiten. Bereits wenige Wochen später verfärbte sich das Wasser durch starken Algenbewuchs auffällig grün. Außerdem löste sich die neu eingebrachte Folie stellenweise großflächig vom Untergrund.

Präsident Trump hatte die Schäden öffentlich auf mutmaßlichen Vandalismus zurückgeführt. Die nun vorgelegte Erklärung des National Park Service stützt diese Darstellung zwar grundsätzlich, liefert jedoch bislang keine öffentlich bekannten Belege dafür, dass die Beschädigungen tatsächlich vorsätzlich verursacht wurden.

Die Ermittlungen der US-Parkpolizei dauern nach Behördenangaben an. Ob tatsächlich Sabotage vorliegt oder andere Ursachen für die Schäden verantwortlich sind, bleibt derzeit offen.

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