Bei einem Drohneneinschlag an einem stark besuchten Strand an der russischen Schwarzmeerküste sind nach Angaben regionaler Behörden mindestens sieben Menschen getötet worden. Unter den Opfern sollen sich drei Kinder befinden. Mehr als 40 weitere Personen wurden verletzt.
Der Vorfall ereignete sich in Archipo-Ossipowka in der Nähe des beliebten Ferienortes Gelendschik. Zahlreiche Urlauber hielten sich zum Zeitpunkt des Einschlags am Strand auf. Augenzeugen berichteten, dass vor dem Angriff keine Warnsirenen zu hören gewesen seien. Einige Menschen hätten versucht, sich mit Sonnenliegen zu schützen.
Auf veröffentlichten Videos sind vor dem Einschlag Schüsse zu hören. Nach Einschätzung von BBC-Experten könnte dies darauf hindeuten, dass die russische Luftabwehr versucht hatte, die Drohne abzuschießen. Noch ist unklar, ob sie direkt auf den Strand zuflog oder durch Abwehrfeuer beziehungsweise elektronische Störungen vom ursprünglichen Kurs abgebracht wurde.
Russische Behörden machten die Ukraine für den Angriff verantwortlich. Von ukrainischer Seite lag zunächst keine Stellungnahme vor. Medienberichten zufolge könnte das eigentliche Ziel ein russischer Marinestützpunkt bei Noworossijsk gewesen sein, der etwa 40 Kilometer entfernt liegt. In der Umgebung befinden sich außerdem weitere militärisch oder politisch bedeutsame Anlagen.
Der Angriff erfolgte inmitten neuer gegenseitiger Drohnen- und Raketenangriffe. Zuvor waren auch ein Lagerhaus des russischen Onlinehändlers Wildberries, Einrichtungen auf der von Russland kontrollierten Krim sowie weitere russische Infrastrukturziele getroffen worden. Gleichzeitig meldete die Ukraine Tote und Verletzte nach russischen Raketenangriffen auf Kiew.
Der Vorfall zeigt, dass die Auswirkungen des Krieges zunehmend auch russische Regionen erreichen, die weit von der eigentlichen Front entfernt liegen.
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