Wenn man sich gefragt hat, wie die Vereinigten Staaten ihren 250. Geburtstag würdig begehen wollen, lautet die Antwort offenbar: mit Pathos, Patriotismus und vielleicht einem Familien-Cage-Fight.
Denn pünktlich vor den Feierlichkeiten zum 250-jährigen Bestehen der USA hat Hunter Biden, Sohn von Ex-Präsident Joe Biden, eine Idee in den politischen Ring geworfen, die irgendwo zwischen Reality-TV, Staatskrise und Wrestling-Gala liegt:
Er will in den Käfig – gegen Donald Trump Jr. und Eric Trump.
Ja, richtig gelesen.
Nicht gegen Lobbyisten, nicht gegen schlechte Umfragewerte, nicht gegen den politischen Verfall des Landes.
Sondern gegen die Trump-Söhne.
Im Käfig.
Mit Ansage.
Der 56-jährige Hunter Biden erklärte in einem auf Instagram veröffentlichten Video, dass ihn der linksgerichtete Social-Media-Kommentator Andrew Callaghan wegen eines möglichen Kampfes kontaktiert habe. Seine Antwort:
„Ich bin zu 100 Prozent dabei.“
Und weil in Amerika inzwischen nichts mehr einfach nur normal sein darf, setzte Hunter noch einen drauf:
„Und wenn nicht, trete ich trotzdem an.“
Das ist ungefähr die politische Version von:
„Wenn es keine Bühne gibt, prügeln wir uns eben trotzdem auf dem Parkplatz.“
Stellungnahmen der Trump Organization und des Weißen Hauses lagen zunächst nicht vor.
Wahrscheinlich, weil man intern noch klärt, ob das jetzt:
- ein PR-Stunt,
- ein Feiertagsprogramm,
- eine Familienangelegenheit
oder einfach die logische Endstufe amerikanischer Demokratie ist.
Besonders passend ist der Zeitpunkt:
Am 14. Juni plant das Weiße Haus ohnehin eine große Veranstaltung mit professionellen Kampfsportlern. Das Datum ist nicht nur Teil der Jubiläumsfeierlichkeiten zum 250-jährigen Bestehen der USA, sondern auch Donald Trumps 80. Geburtstag.
Man kann also festhalten:
Andere Länder feiern ihre Geschichte mit Festakten, Konzerten und Feuerwerk.
Die USA überlegen offenbar, ob sie das Jubiläum mit einem käfigtauglichen Erbfolgestreit begehen.
Es fehlt eigentlich nur noch:
- Elon Musk als Ringrichter,
- JD Vance als Kommentator,
- und ein Sponsoring durch irgendeine Krypto-Börse, die drei Wochen später zusammenbricht.
Ob es tatsächlich zu dem Kampf kommt, ist bislang unklar.
Aber allein die Tatsache, dass diese Meldung existiert und weltweit ernsthaft verbreitet wird, sagt bereits alles über den Zustand amerikanischer Politik.
Denn während andere Demokratien noch darüber diskutieren, wie man Institutionen stärkt, fragt sich Amerika inzwischen offenbar:
„Wer gewinnt im Käfig – Hunter oder die Trump-Brüder?“
Und man muss leider sagen:
Es passt erschreckend gut in die Zeit.
Die Vereinigten Staaten sind 250 Jahre alt geworden – und statt über Verfassung, Freiheit und politische Kultur zu sprechen, könnte das Geburtstagsprogramm am Ende lauten:
Gründerväter, Nationalhymne, Monster Trucks, dann Hunter Biden gegen Trump Jr. im Main Event.
Fazit:
Wenn dieser Kampf wirklich stattfindet, wäre es vermutlich die erste politische Debatte in den USA seit Jahren,
bei der am Ende tatsächlich jemand offen und ehrlich k.o. geht.
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