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Update: Seattle Angriff

RobVanDerMeijden (CC0), Pixabay
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Bei einem Schusswechsel während des Food-Festivals „Bite of Seattle“ sind am Sonntagabend drei Menschen getötet und mindestens vier weitere verletzt worden. Unter den Verletzten befindet sich ein zweijähriger Bub, der nach Angaben des Krankenhauses in stabilem Zustand ist.

Die Polizei nahm einen 15-Jährigen fest. Nach Angaben der Ermittler waren vermutlich mindestens drei Personen an der Schießerei beteiligt: der Jugendliche, ein 19-Jähriger, der am Tatort starb, sowie mindestens ein weiterer bislang unbekannter Verdächtiger.

Die Behörden gehen davon aus, dass zwei Gruppen aufeinander geschossen haben könnten. Ein möglicher Zusammenhang mit Bandenkriminalität werde geprüft. Zwei Schusswaffen wurden am Tatort sichergestellt.

Neben dem mutmaßlich beteiligten 19-Jährigen kamen eine 56-jährige Frau und ein 44-jähriger Mann ums Leben. Der 44-Jährige war laut einer Spendenkampagne verheiratet und Vater von drei Kindern. Die übrigen Verletzten – zwei Männer im Alter von 23 und 27 Jahren sowie eine 39-jährige Frau – konnten die Krankenhäuser bereits wieder verlassen.

Der 15-jährige Verdächtige soll sich noch am Tatort gestellt haben. Er wurde wegen des Verdachts auf Verstöße gegen Waffengesetze und schwere Körperverletzung in eine Jugendhaftanstalt gebracht. Über eine formelle Anklage soll nach Übergabe der Ermittlungsakten an die Staatsanwaltschaft entschieden werden. Wegen Mordes wurde bislang niemand festgenommen.

Die Schüsse fielen kurz nach 18 Uhr auf dem Gelände des Seattle Center. Das Festival zieht jedes Jahr Hunderttausende Besucherinnen und Besucher an. Livestreams und Videos zeigen, wie Menschen nach mehreren Schüssen in Panik flüchteten, sich duckten und teilweise einen Zaun niederrissen, um das Gelände zu verlassen. Andere suchten Schutz in einem Geschäft am Fuß der Space Needle.

Mehrere Augenzeugen berichteten von zahlreichen Schüssen. Manche Besucher hielten die ersten Knallgeräusche zunächst für Feuerwerk. Polizei, Rettungskräfte, das FBI und weitere Behörden waren anschließend im Einsatz.

Seattles Bürgermeisterin Katie Wilson sprach von einem „Akt entsetzlicher Gewalt“. Nun müsse geklärt werden, wie eine Veranstaltung, die für Kultur, Gemeinschaft und Freude stehe, in tödlicher Gewalt enden konnte.

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