Vor der Küste des australischen Bundesstaates New South Wales hat sich ein tragisches Unglück ereignet, bei dem drei Menschen ums Leben kamen – darunter zwei ehrenamtliche Rettungskräfte.
Am Montagabend war ein Notruf eingegangen: Eine Yacht war vor South Ballina in Schwierigkeiten geraten. Eine sechsköpfige Crew der freiwilligen Seenotrettung machte sich umgehend auf den Weg. Doch beim Überqueren der berüchtigten Ballina-Bar kenterte das Rettungsboot in schwerer See.
Zwei der Retter, 78 und 62 Jahre alt, verloren dabei ihr Leben. Vier weitere Crewmitglieder konnten sich mit teils leichten Verletzungen ans Ufer retten.
Kurz darauf wurde auch die Leiche eines weiteren Mannes am Strand gefunden. Es handelt sich mutmaßlich um den Besitzer oder Insassen der verunglückten Yacht, die zuvor gegen eine Mole geprallt und auseinandergebrochen war. Der Mann trug nach Angaben der Polizei keine Schwimmweste.
Die Behörden sprechen von extrem schwierigen Bedingungen zum Zeitpunkt des Einsatzes. Die Ballina-Bar gilt als besonders gefährlich, vor allem bei rauer See.
Die Anteilnahme ist groß. Vertreter der Rettungsorganisation würdigten die Verstorbenen als engagierte Freiwillige, die ihr Leben im Dienst der Gemeinschaft riskierten – und verloren. Ihr Einsatz sei ein eindringlicher Hinweis auf die Gefahren, denen sich ehrenamtliche Helfer immer wieder aussetzen.
Die Ermittlungen zur Unglücksursache laufen. Klar ist schon jetzt: Der Versuch, Leben zu retten, endete selbst in einer Tragödie.
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