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Genug der Spielchen: Eintracht Spieler Burkardt verdient Respekt statt öffentlicher Demontage

jorono (CC0), Pixabay
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Als Eintracht-Fan fragt man sich langsam ernsthaft, was da intern eigentlich gerade schiefläuft. Wenn die Berichte stimmen, dann ist der Umgang von Trainer Albert Riera mit Jonathan Burkardt nicht nur unglücklich – sondern schlicht respektlos gegenüber einem Spieler, der für diesen Verein auf und neben dem Platz alles gibt.

Burkardt ist keiner, der sich versteckt. Kein Diva-Profi, kein Selbstdarsteller, kein Lustlos-Kicker. Im Gegenteil: Er gehört zu den Spielern, die arbeiten, kämpfen und Verantwortung übernehmen. Genau solche Typen braucht Eintracht Frankfurt eigentlich.

Und dann soll ernsthaft ein minimal veränderter Körperfettwert plötzlich zum großen Problem erklärt werden?

Noch schlimmer:
Der Trainer spricht nicht einmal direkt mit seinem Spieler, sondern schickt einen Co-Trainer vor. Ganz ehrlich – was soll das bitte sein? Moderne Menschenführung sicher nicht.

Gerade ein Spieler wie Burkardt, der sich voll mit Verein und Mannschaft identifiziert, hat ein offenes und ehrliches Gespräch verdient. Direkt. Klar. Respektvoll. Und nicht irgendwelche Botschaften über Dritte wie auf einem Schulhof.

Dass Burkardt irritiert reagiert haben soll, kann wirklich jeder nachvollziehen.

Burkardt liefert – und wird plötzlich infrage gestellt?

Besonders absurd wird es beim Vorwurf der fehlenden Rückwärtsbewegung. Ausgerechnet Jonathan Burkardt soll zu wenig gegen den Ball arbeiten? Das klingt fast wie Satire.

Wer Burkardt regelmäßig sieht, weiß:
Der läuft, presst, ackert und reißt Räume auf wie kaum ein anderer Offensivspieler im Kader. Genau deshalb wird er von den Fans geschätzt und genau deshalb hat er auch intern einen hohen Stellenwert.

Natürlich darf ein Trainer Dinge ansprechen. Natürlich muss Leistung eingefordert werden. Aber der Ton und die Art machen eben den Unterschied.

Und wenn am Ende ein wichtiger Spieler nach solchen Geschichten plötzlich 88 Minuten gegen Augsburg auf der Bank sitzt, dann darf man sich schon fragen, ob hier sportliche Gründe oder verletzte Eitelkeiten eine Rolle spielen.

Eintracht braucht Zusammenhalt – keine Ego-Duelle

Die Eintracht steht vor entscheidenden Wochen. Da braucht es Geschlossenheit, Kommunikation und Vertrauen. Was man aber aktuell hört, klingt eher nach unnötigen Machtspielchen.

Gerade Führungsspieler wie Burkardt oder auch Mario Götze öffentlich oder intern ständig unter Druck zu setzen, kann einer Mannschaft schnell die Stabilität nehmen.

Und eins sollte man bei aller Trainerdiskussion nicht vergessen:
Spieler wie Jonathan Burkardt reißen sich für das Trikot den Hintern auf. Solche Typen musst du stark machen – nicht kleinreden.

Denn am Ende identifizieren sich die Fans eher mit einem kämpfenden Burkardt als mit irgendwelchen Fitnesswerten auf einem Datenblatt.

Die Eintracht braucht keine internen Grabenkämpfe.
Die Eintracht braucht Spieler wie Jonathan Burkardt.

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