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Überraschung an den Kinokassen: Horrorfilm „Backrooms“ schlägt sogar „Star Wars“

geralt (CC0), Pixabay
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Hollywood erlebt derzeit eine kleine Revolution – ausgelöst nicht von großen Studios, sondern von jungen YouTubern. Der Horrorfilm „Backrooms“ hat am Startwochenende völlig überraschend die US-Kinokassen dominiert und sogar den neuen „Star Wars“-Film hinter sich gelassen.

Der Film spielte laut ersten Schätzungen am ersten Wochenende beeindruckende 81,5 Millionen Dollar ein – fast genauso viel wie „The Mandalorian and Grogu“, der auf 81,7 Millionen Dollar kam und eigentlich als sicherer Blockbuster galt.

Vom Internet-Meme zum Kinohit

„Backrooms“ basiert auf einem bekannten Internet-Phänomen: einer unheimlichen Parallelwelt aus endlosen gelben Räumen, flackerndem Licht und bedrückender Stille. Die Vorlage entstand ursprünglich aus einem anonymen Online-Post und entwickelte sich später zu einer erfolgreichen YouTube-Serie.

Regisseur Kane Parsons ist gerade einmal 20 Jahre alt und wurde mit seinen „Backrooms“-Videos im Internet bekannt. Große Teile der ursprünglichen Serie produzierte er noch während der Schulzeit am Laptop. Für das Filmstudio A24 ist Parsons nun der jüngste Regisseur der Unternehmensgeschichte.

Trotz eines vergleichsweise kleinen Budgets von rund 10 Millionen Dollar entwickelte sich der Film zum größten Kinostart, den A24 jemals hatte. Der bisherige Rekordhalter „Civil War“ hatte 2024 lediglich 25,5 Millionen Dollar zum Start eingespielt.

Auch anderer YouTuber-Horrorfilm erfolgreich

Und „Backrooms“ ist nicht der einzige Überraschungserfolg. Auch der Horrorfilm „Obsession“ sorgt aktuell für Aufsehen. Regisseur Curry Barker, ebenfalls ursprünglich YouTuber, erzählt darin die Geschichte eines jungen Mannes, dessen Wunsch nach Liebe außer Kontrolle gerät.

Bemerkenswert: Der Film wurde mit jeder Woche erfolgreicher. Während „Obsession“ am ersten Wochenende noch 17 Millionen Dollar einspielte, stieg der Umsatz am dritten Wochenende bereits auf 26,4 Millionen Dollar.

Schlechter Start für „Star Wars“

Weniger erfreulich verlief das Wochenende dagegen für Disney und Lucasfilm. „The Mandalorian and Grogu“, der erste neue „Star Wars“-Film seit 2019, fiel in seiner zweiten Woche deutlich zurück und spielte nur noch 25 Millionen Dollar ein.

Branchenexperten sehen darin ein mögliches Warnsignal: Selbst traditionsreiche Marken wie „Star Wars“ scheinen nicht mehr automatisch Erfolgsgarantien zu sein.

Neue Generation verändert Hollywood

Der Erfolg von „Backrooms“ und „Obsession“ zeigt vor allem eines: Junge Kreative aus dem Internet drängen zunehmend erfolgreich nach Hollywood. Besonders im Horror-Genre scheinen viele Zuschauer nach neuen Ideen und ungewöhnlichen Geschichten zu suchen – statt immer weiterer Fortsetzungen bekannter Marken.

Für die Filmbranche könnte das der Beginn eines grundlegenden Wandels sein.

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