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Studie warnt: Nächtliches Doomscrolling raubt Teenagern den Schlaf

qimono (CC0), Pixabay
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Viele Jugendliche verbringen selbst mitten in der Nacht noch viel Zeit am Smartphone – mit spürbaren Folgen für Schlaf, Konzentration und psychische Gesundheit. Eine neue Studie zeigt, dass mehr als die Hälfte der Teenager an Schultagen zwischen 22 Uhr und 6 Uhr morgens bis zu eine Stunde oder länger am Handy verbringt.

Smartphones bis tief in die Nacht

Besonders alarmierend: Viele Jugendliche nutzen ihre Geräte sogar zwischen Mitternacht und vier Uhr morgens. Die Forscher analysierten Daten der großen US-Studie „Adolescent Brain Cognitive Development Study“, die das Verhalten und die Entwicklung von Jugendlichen untersucht.

Experten warnen, dass Schlafmangel in der Jugend besonders problematisch sei, weil sich Gehirn und Körper noch entwickeln. Die American Academy of Pediatrics empfiehlt Jugendlichen acht bis zehn Stunden Schlaf pro Nacht.

Konzentration und Stimmung leiden

Zu wenig Schlaf beeinträchtigt laut Forschern nicht nur die Leistungsfähigkeit, sondern auch die emotionale Stabilität. Jugendliche seien schneller gereizt, erschöpft oder ängstlich. Auch das Lernen falle schwerer, weil Informationen schlechter verarbeitet und gespeichert würden.

Frühere Untersuchungen zeigen zudem Zusammenhänge zwischen Schlafmangel und einem erhöhten Risiko für Depressionen, Angststörungen sowie selbstverletzendes Verhalten.

Social Media als Hauptursache

Am meisten Zeit verbringen Jugendliche nachts auf Plattformen wie TikTok, Instagram oder YouTube. Im Durchschnitt nutzten sie diese Apps rund 33 Minuten pro Nacht.

Experten erklären, dass soziale Medien das Gehirn aktiv halten und das Einschlafen erschweren. Zusätzlich stören Benachrichtigungen, Bildschirmlicht und das ständige Kontrollieren des Smartphones den Schlafrhythmus.

Eltern sollen Vorbild sein

Die Forscher betonen, dass das Problem nicht allein bei Jugendlichen liege. Auch Eltern müssten ihren eigenen Medienkonsum hinterfragen. Studien zeigen, dass das Verhalten der Eltern einen starken Einfluss auf die Bildschirmzeit ihrer Kinder hat.

Empfohlen werden unter anderem:

  • handyfreie Zeiten und Zonen im Haushalt
  • feste Regeln zur Bildschirmnutzung
  • Smartphones außerhalb des Schlafzimmers
  • gemeinsame Aktivitäten ohne Bildschirme

Einige Experten schlagen sogar eine gemeinsame „Medien-Box“ vor, in der nachts alle Geräte abgelegt werden.

Die zentrale Botschaft der Studie: Wer nachts ständig scrollt, bezahlt dafür oft mit schlechterem Schlaf – und langfristig möglicherweise auch mit gesundheitlichen Folgen.

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