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Trumps Zauberwirkung bekommt erste Kratzer

sinisamaric1 (CC0), Pixabay
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Die Vorwahlen in mehreren US-Bundesstaaten haben gezeigt: Donald Trump ist zwar weiterhin der dominante Mann der Republikanischen Partei, aber sein politischer Zauberstab funktioniert offenbar nicht mehr bei jeder Gelegenheit. Einige Kandidaten jubeln, andere lernen gerade, dass eine Trump-Empfehlung kein automatischer Wahlschein mehr ist.

Iowa: Trump empfiehlt – Wähler widersprechen

Besonders peinlich verlief der Abend für den republikanischen Kongressabgeordneten Randy Feenstra. Noch wenige Tage zuvor hatte Trump ihm öffentlich seinen Segen für die Gouverneurswahl in Iowa erteilt. Die Botschaft war klar: Wer den Donald hinter sich hat, gewinnt.

Dumm nur, dass die Wähler den Memo offenbar nicht erhalten hatten.

Feenstra verlor knapp gegen den Unternehmer Zach Lahn und wurde damit zum ersten von Trump unterstützten Kandidaten, der 2026 eine landesweite Vorwahl verlor. Für Trump war das ungefähr so erfreulich wie ein Truth Social-Ausfall während einer Pressekonferenz.

Demokraten feiern lieber Ergebnisse als Umfragen

Währenddessen lief es für die Demokraten in Iowa deutlich besser. Josh Turek gewann die Senatsvorwahl mit deutlichem Vorsprung. Besonders bemerkenswert: Sein Konkurrent hatte versucht, die Wahl zu einer Abstimmung über den unbeliebten demokratischen Fraktionschef Chuck Schumer zu machen.

Das Ergebnis zeigte allerdings, dass viele Wähler lieber über Kandidaten abstimmen als über parteiinterne Feindbilder. Turek gewann komfortabel und darf nun gegen die Republikanerin Ashley Hinson antreten.

Kalifornien bleibt Kalifornien

In Kalifornien dauert die Stimmenauszählung traditionell ungefähr so lange wie eine durchschnittliche Filmtrilogie.

Im Rennen um das Gouverneursamt liegt Ex-Gesundheitsminister Xavier Becerra aussichtsreich im Rennen um einen Platz in der Stichwahl. Gleichzeitig kämpft der ehemalige Fox-News-Moderator Steve Hilton um den zweiten Platz, während Milliardär Tom Steyer ebenfalls noch mitmischt.

In Los Angeles wiederum schaffte Bürgermeisterin Karen Bass souverän den Sprung in die nächste Runde. Reality-TV-Promi Spencer Pratt hoffte zunächst auf eine Überraschung, wurde aber später von weiteren Stimmenauszählungen wieder auf den Boden der politischen Tatsachen zurückgeholt.

AOC sammelt politische Trophäen

Für die linke Demokratin Alexandria Ocasio-Cortez verlief der Abend erfreulich. Mehrere von ihr unterstützte Kandidaten gewannen ihre Vorwahlen oder liegen aussichtsreich vorne.

Während sich manche Demokraten noch fragen, wer die Zukunft ihrer Partei verkörpert, sammelt AOC offenbar bereits fleißig Nachwuchstalente ein.

Gouverneur kämpft ums Überleben

In South Dakota droht dem amtierenden Gouverneur Larry Rhoden sogar die Blamage, die eigene Parteinominierung zu verlieren. Er landete in der republikanischen Vorwahl nur auf Platz zwei und muss nun in eine Stichwahl.

Für einen Amtsinhaber ist das in etwa so beruhigend wie ein TÜV-Bericht mit den Worten: „Wir müssen reden.“

Fazit

Die Vorwahlen lieferten eine seltene Erkenntnis: Trump bleibt zwar die prägende Figur der Republikaner, doch seine Wahlempfehlungen sind nicht mehr automatisch politisches Gold. Gleichzeitig sammeln die Demokraten in einigen schwierigen Bundesstaaten Hoffnungsschimmer ein.

Oder anders gesagt: Der Königsmacher sitzt noch immer auf dem Thron – aber die Krone scheint nicht mehr ganz so magisch zu sein wie früher.

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