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Trumps Rettung? USA und Iran einigen sich auf zweiwöchige Waffenruhe

qimono (CC0), Pixabay
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Kurz vor Ablauf seines eigenen Ultimatums kann Donald Trump plötzlich einen diplomatischen Erfolg präsentieren: Die USA und der Iran haben sich auf eine zweiwöchige Waffenruhe geeinigt.
Für den US-Präsidenten könnte das weit mehr sein als nur eine Feuerpause – es könnte politisch genau jene Rettung sein, die er nach einer brandgefährlichen Eskalation dringend gebraucht hat.

Denn noch wenige Stunden zuvor hatte Trump dem Iran offen mit massiven Angriffen gedroht. Sollte Teheran die Straße von Hormus nicht bis 2.00 Uhr MESZ wieder für den Schiffsverkehr öffnen, wollte Trump den iranischen Energiesektor sowie zentrale Infrastruktur wie Brücken angreifen lassen.

Nun ist es anders gekommen.

Iran signalisiert Öffnung der Straße von Hormus

Irans Außenminister Abbas Araktschi kündigte in einer Erklärung an, dass die für den weltweiten Ölhandel strategisch entscheidende Straße von Hormus wieder geöffnet werden solle. In Abstimmung mit den iranischen Streitkräften und unter Berücksichtigung technischer Einschränkungen werde der Schiffsverkehr wieder ermöglicht.

Genau diese Öffnung hatte Trump unmittelbar zuvor zur zentralen Bedingung für eine Feuerpause gemacht.

Laut der US-Nachrichtenseite Axios beginnt die Waffenruhe, sobald der Iran die Meerenge tatsächlich wieder freigibt.

Zwei Wochen Pause – aber kein Frieden

Nach bisherigen Informationen handelt es sich zunächst um eine zweiwöchige Feuerpause zwischen den USA und dem Iran. Auch Israel soll sich an diese Vereinbarung halten, wie ein hochrangiger US-Regierungsvertreter mitteilte.

Damit kommt es vorerst zu einer Unterbrechung eines Krieges, den die USA und Israel am 28. Februar gegen den Iran begonnen hatten.

Doch eines ist klar:
Eine zweiwöchige Waffenruhe ist kein Frieden.
Sie ist bestenfalls ein Fenster für Verhandlungen – und schlimmstenfalls nur eine kurze Pause vor der nächsten Eskalation.

Pakistan als Vermittler – Trump bekommt einen Ausweg

Bemerkenswert ist auch die Rolle Pakistans.
Trump erklärte auf seiner Plattform Truth Social, der pakistanische Premierminister Shehbaz Sharif habe ihn gebeten, auf die zuletzt angedrohten Angriffe zu verzichten.

Zugleich schrieb Trump, man habe aus dem Iran einen 10-Punkte-Vorschlag erhalten, den Washington offenbar als „praktikable Grundlage für Verhandlungen“ bewertet.

Das ist politisch hochinteressant.

Denn Trump, der noch kurz zuvor mit massiver Zerstörung drohte, bekommt damit plötzlich einen diplomatischen Ausstieg, ohne offen zurückrudern zu müssen.

Oder anders gesagt:

Aus einem Ultimatum wird ein Verhandlungserfolg.
Aus einer Kriegsdrohung wird ein Deal.
Und aus einer drohenden Eskalation wird vorerst ein möglicher politischer Befreiungsschlag für Trump.

Worum es jetzt wirklich geht: Sanktionen

Laut der New York Times soll es in dem iranischen 10-Punkte-Plan vor allem um eines gehen:

Die Aufhebung sämtlicher gegen den Iran verhängter Sanktionen.

Das wäre der eigentliche Kern möglicher Verhandlungen – und zugleich der härteste Brocken.

Denn genau hier dürfte sich entscheiden, ob die jetzige Waffenruhe nur eine taktische Atempause ist oder tatsächlich der Beginn eines größeren Deals.

Laut Axios sollen US-Vertreter bereits an diesem Freitag in Islamabad mit iranischen Unterhändlern verhandeln.

DieBewertung

Für Donald Trump könnte diese Waffenruhe tatsächlich eine politische Rettung sein.

Denn die Lage war brandgefährlich:

ein selbst gesetztes Ultimatum
offene Drohungen gegen Irans Infrastruktur
steigender Druck an den Märkten
globale Angst vor einem Öl- und Kriegsschock
und das Risiko, in eine noch größere militärische Eskalation hineingezogen zu werden

Jetzt kann Trump stattdessen sagen:

Hormus wird geöffnet
der Iran bewegt sich
es gibt Verhandlungen
und er selbst erscheint als harter Mann, der Druck aufgebaut und einen Deal erzwungen hat

Ob das stimmt, ist eine andere Frage.
Aber politisch ist genau dieses Bild für Trump Gold wert.

Die entscheidende Frage lautet nun:

Ist diese Waffenruhe der Beginn eines Deals – oder nur eine kurze Pause, bis der nächste Raketenalarm kommt?

Denn solange die Kernfrage der Sanktionen ungelöst bleibt, bleibt auch der Frieden höchst fragil.

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