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Trump wirbt in Las Vegas für Steuerfreiheit auf Trinkgelder – und gibt sich beim Iran-Krieg optimistisch

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US-Präsident Donald Trump hat bei einem Auftritt in Las Vegas seine geplante Steuererleichterung für Trinkgelder beworben und sich zugleich zuversichtlich über den Verlauf des Kriegs mit dem Iran geäußert. Der Konflikt laufe „hervorragend“, sagte Trump am 16. April bei einer Diskussionsrunde und einem kleinen Wahlkampfauftritt. Ein Ende könne „schon sehr bald“ bevorstehen.

Auftritt in Nevada zwischen Wirtschaftsthema und Kriegsrhetorik

Die Veranstaltung fand abseits des Glanzes des Las Vegas Strip im AC Hotel Las Vegas Symphony Park statt. Trump nutzte den Termin, um erneut seine Initiative „No Tax on Tips“ hervorzuheben – also die Steuerfreiheit auf Trinkgelder. Gerade in Nevada ist das Thema politisch besonders relevant, da dort überdurchschnittlich viele Menschen in Berufen arbeiten, in denen Trinkgelder einen wichtigen Teil des Einkommens ausmachen.

Gleichzeitig sprach Trump über den Krieg gegen den Iran. Trotz steigender Energiepreise und wachsender Sorgen vieler Verbraucher zeigte er sich demonstrativ optimistisch:
„Es sollte ziemlich bald vorbei sein.“

Steigende Spritpreise belasten gerade Trinkgeld-Berufe

Der Auftritt erfolgte nur einen Tag nach dem amerikanischen Steuerstichtag – und in einer Phase, in der viele Beschäftigte im Liefer- und Servicebereich unter den steigenden Benzinpreisen leiden. Gerade diese Gruppen sind häufig auf Trinkgelder angewiesen.

Nach Angaben von AAA liegt der landesweite Durchschnittspreis für eine Gallone Benzin derzeit bei etwas über 4 Dollar. In Nevada liegt der Preis bereits bei nahezu 5 Dollar pro Gallone.

Damit trifft die Energiekrise infolge des Kriegs ausgerechnet jene Beschäftigten besonders hart, für die Trump steuerliche Entlastung verspricht.

Trump: Meine Worte bringen die Märkte ins Wanken

In seiner Rede im Ballsaal sagte Trump auch, seine öffentlichen Aussagen hätten oft unmittelbare Auswirkungen auf die Finanzmärkte.
„Wenn ich spreche, werden die Märkte manchmal ein wenig nervös“, sagte er.
Mit Blick auf Finanzminister Scott Bessent fügte er scherzhaft hinzu:
„Dann sage ich: Scott, geh raus und räum das für mich auf.“

Außerdem bezeichnete Trump einen kürzlichen Vorfall, bei dem ein DoorDash-Fahrer McDonald’s ins Weiße Haus geliefert hatte, als „ein bisschen geschmacklos“.

Unterstützer akzeptieren höhere Spritpreise – aber nicht unbegrenzt

Ein Besucher der Veranstaltung sagte gegenüber USA TODAY, dass höhere Benzinpreise für ihn kurzfristig hinnehmbar seien, wenn dadurch der Iran geschwächt werde. Eine längere Belastung sehe er jedoch kritisch.

Sinngemäß erklärte er:
Ein kurzfristiges Opfer sei akzeptabel – aber wenn der Konflikt länger als sechs Monate dauere und die Spritpreise dauerhaft hoch blieben, werde es schwierig.

Trump in Nevada derzeit mit Gegenwind

Politisch ist Nevada für Trump ein wichtiger Bundesstaat. Laut einer aktuellen Umfrage von Morning Consult lehnen jedoch 51 Prozent der Wähler in Nevada seine Amtsführung ab.

Auffällig: Der republikanische Gouverneur von Nevada war bei der Veranstaltung nicht auf dem Podium vertreten. Stattdessen saß der republikanische Vizegouverneur an Trumps Seite.

Steuerpläne: Bis zu 25.000 Dollar Trinkgeld steuerfrei

Die geplanten Änderungen im Gesetzespaket „One Big Beautiful Bill“ sehen vor:

  • bis zu 25.000 Dollar Trinkgelder steuerlich abzugsfähig
  • zusätzlich bis zu 12.500 Dollar Überstundenvergütung steuerlich begünstigt
    • bei gemeinsamer Steuererklärung bis zu 25.000 Dollar
  • Einkommensgrenze:
    • 150.000 Dollar pro Person
    • 300.000 Dollar bei gemeinsamer Veranlagung
  • die Regelung soll bis 2028 befristet sein

Gerade in Nevada könnte diese Maßnahme viele Beschäftigte in Gastronomie, Hotellerie und Dienstleistungsberufen ansprechen. Laut einem Bericht des Tax Policy Center aus dem Jahr 2024 arbeiten dort mehr als 5 Prozent der Beschäftigten in Jobs mit regelmäßigem Trinkgeld – im landesweiten Schnitt sind es nur etwa 2 Prozent.

Scharfe Attacken auf Medien und New Yorks Bürgermeister

Trump nutzte den Auftritt auch für politische Seitenhiebe. Die Medien bezeichnete er erneut als „den Feind“ und sagte, sie kämen aus „dunklen Orten“.

Auch gegen den Bürgermeister von New York City teilte er aus. Trump warf ihm vor, mit einer neuen Steuer auf Zweitwohnungen („pied-à-terre tax“) Menschen aus der Stadt zu vertreiben und Schaden anzurichten.

Nächster Wahlkampfauftritt in Arizona

Bereits am 17. April wird Trump bei einer Veranstaltung von Turning Point USA in Arizona erwartet.

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