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Trump verspricht Ungarn Wirtschaftshilfe – vermutlich in Form von Golfplätzen und goldenen Lobbytüren

Kaufdex (CC0), Pixabay
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Wenn Orban gewinnt, könnte bald der erste „Trump National Puszta Resort & Spa“ eröffnen

Budapest/Washington. Einen Tag vor der Parlamentswahl in Ungarn hat US-Präsident Donald Trump dem Land großzügige wirtschaftliche Unterstützung zugesagt – vorausgesetzt, Viktor Orban bleibt im Amt.

Klingt zunächst nach Investitionen, Arbeitsplätzen und neuen Perspektiven.
Realistischer klingt allerdings eher:

Trump kommt mit seiner Firma, baut zwei bis drei Golfresorts, bekommt den Grund und Boden gratis – und Orbans Partei darf sich über ein paar besonders „patriotische“ Spenden freuen.

„Volle wirtschaftliche Macht“ – also Bagger, Beton und ein Clubhaus mit Blattgold

Trump erklärte auf seiner Plattform Truth Social, er sei bereit, die „volle wirtschaftliche Macht“ der USA einzusetzen, um Ungarn zu helfen.

Das kann natürlich vieles bedeuten.
Zum Beispiel:

  • ein milliardenschweres Investitionspaket
  • Handelsabkommen
  • Infrastrukturprojekte

Oder eben deutlich wahrscheinlicher bei Trump:

  • 18-Loch-Golfplatz mit Blick auf die Donau
  • Luxusresort für Oligarchen mit vergoldetem Frühstücksbuffet
  • ein Konferenzzentrum namens „Democracy Ballroom“
  • und irgendwo im Hintergrund ein Schild:
    „Grundstück freundlicherweise kostenlos bereitgestellt.“

Orban soll bleiben – der Fairway muss gepflegt werden

Trump ließ wissen, die USA würden sich darauf freuen, „in den künftigen Wohlstand zu investieren“, der durch Orbans weitere Führung entstehen werde.

Man könnte auch sagen:
„Wir investieren gern – solange wir das Land geschenkt bekommen, die Steuern freundlich ausfallen und niemand fragt, warum plötzlich ein Golfcart durchs Naturschutzgebiet fährt.“

Sollte Orban also tatsächlich wieder gewinnen, könnte die Wirtschaftshilfe ungefähr so aussehen:

  1. Trump landet medienwirksam
  2. ein Staatsgrundstück wechselt „im Interesse des Standorts“ den Besitzer
  3. FIDESZ freut sich über diskrete Unterstützung
  4. ein paar Freunde verdienen prächtig mit
  5. und Ungarn bekommt ein Resort, in dem eine Suite so viel kostet wie ein Kleinwagen

Falls Orban verliert: Karrierechance als Greenkeeper

Denn Umfragen sehen für Orban diesmal nicht rosig aus.
Seine FIDESZ-Partei liegt deutlich hinter der Oppositionspartei TISZA von Peter Magyar.

Sollte es also doch nicht für eine weitere Amtszeit reichen, muss man sich um Orban aber keine Sorgen machen.

Ein möglicher Plan B liegt praktisch auf der Hand:

Greenkeeper im „Trump Royal Hungarian Freedom Golf & Wellness Estate“.

Arbeitsbeschreibung:

  • morgens Fairways mähen
  • mittags Fahnen richten
  • nachmittags dem Clubpräsidenten erklären, warum der Bunker wieder voller Sand ist
  • und abends nostalgisch murmeln:
    „Früher war ich mal Regierungschef.“

Einmischung? Nein, nein – nur eine sehr herzliche Wahlempfehlung mit Wirtschaftsdrohkulisse

Trump forderte die ungarischen Wählerinnen und Wähler direkt auf, für Orban zu stimmen.

Der Vorwurf, das sei eine Einmischung in den Wahlkampf eines anderen Landes, wurde aus Washington zurückgewiesen.
Begründung: Man habe keinen wirtschaftlichen Druck ausgeübt.

Natürlich nicht.

Das war sicher nur ein ganz neutraler Hinweis der Sorte:

„Wählt bitte unseren Freund – sonst wird aus dem geplanten Wohlstand vielleicht nur ein mittelgroßes Minigolfprojekt.“

Ungarns geopolitische Sonderrolle: Zwischen Trump, Putin und dem 19. Loch

Orban gilt seit Jahren als engster Verbündeter Trumps in der EU –
und pflegt bekanntlich auch ein herzlich pragmatisches Verhältnis zu Wladimir Putin.

Man könnte sagen:
Während andere Länder Bündnisse schmieden, sammelt Orban einfach starke Männer wie andere Leute Bonuskarten.

Fehlt eigentlich nur noch ein internationales Gipfeltreffen auf dem Golfplatz:

  • Trump am Abschlag
  • Putin am Rand des Grüns
  • Orban im Polohemd mit Rechen in der Hand

Fazit: Wirtschaftshilfe à la Trump ist oft nur ein sehr luxuriöser Immobilienplan

Wenn Trump von „wirtschaftlicher Unterstützung“ spricht, sollte man vorsichtshalber immer prüfen,

  • wem danach das Land gehört,
  • wer das Clubhaus betreibt,
  • wer die Parteispenden kassiert
  • und wer am Ende den Rasen schneidet.

Denn am Schluss könnte Ungarn statt eines Aufschwungs vor allem eines bekommen:

ein paar neue Golfresorts, viel PR, noch mehr Goldverzierungen – und Orban mit Sonnenkappe als Greenkeeper am 7. Loch.

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