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Trump unter Druck: Justizministerium beantragt Freigabe von Epstein-Aussagen

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Nach tagelanger Kritik aus den eigenen Reihen und wachsendem öffentlichen Druck hat die Regierung von Präsident Donald Trump das US-Justizministerium angewiesen, alte Geheimzeugenaussagen gegen den verstorbenen Sexualstraftäter Jeffrey Epstein freizugeben. Der Schritt kommt inmitten eines politischen Sturms rund um Trumps eigene Verbindung zu Epstein – und kurz nach einem brisanten Medienbericht, der Trump in neue Erklärungsnot brachte.

Was genau soll veröffentlicht werden?

Das Justizministerium beantragte am Freitag bei einem Bundesgericht die Freigabe von Jury-Aussagen aus den Ermittlungen gegen Epstein. Diese Aussagen, so CNN-Rechtsexperte Elie Honig, machen jedoch nur einen winzigen Bruchteil der Epstein-Akten aus. Nicht enthalten sind etwa Flugprotokolle, Videoüberwachung, Bankdaten oder Ergebnisse aus Hausdurchsuchungen.

Die Freigabe solcher geheimen Unterlagen ist in den USA nur unter strengen gesetzlichen Ausnahmen möglich. Das Gericht wird nun prüfen, ob eine solche Ausnahme im „öffentlichen Interesse“ vorliegt, wie es US-Generalstaatsanwältin Pam Bondi formuliert.

Warum gerade jetzt?

Seit Tagen brodelt es – auch in Trumps eigener MAGA-Anhängerschaft. Auslöser waren widersprüchliche Signale aus dem Weißen Haus über die Freigabe der sogenannten „Epstein-Files“. Eine frühere interne Ankündigung, man werde keine weiteren Akten veröffentlichen, löste einen Sturm der Entrüstung aus.

Am Freitag versuchte Trump zu kontern – auf seine typische Weise:

„Selbst wenn das Gericht alles freigibt – für diese linksradikalen Unruhestifter wird es nie genug sein“, schrieb er auf Truth Social. „Sie wollen immer nur mehr, mehr, mehr.“

Politische Folgen: Mehr Fragen als Antworten

Trumps Gegner wittern erneut Vertuschung – auch wegen eines Briefs, der laut Wall Street Journal von Trump an Epstein geschrieben wurde. In dem Gruß zum 50. Geburtstag des Pädokriminellen soll sich eine skurrile Zeichnung einer nackten Frau befinden – angeblich mit Trumps Unterschrift.

Trump bestreitet alles vehement und klagt nun gegen das Wall Street Journal. Er habe nie Briefe geschrieben oder Bilder gezeichnet, behauptet er. Doch CNN-Recherchen zeigen: Trump hatte in der Vergangenheit mehrfach eigene Kritzeleien für Charity-Auktionen gestiftet.

Wie geht es weiter?

Ob das Gericht der Argumentation des Justizministeriums folgt, bleibt unklar. Laut CNN-Analystin Paula Reid ist die Erfolgsaussicht „fraglich“, da auch Opfer und Angehörige beim Entscheidungsverfahren beteiligt werden könnten.

Fazit:

Der Fall Epstein bleibt ein toxisches Thema für Trump. Trotz der versuchten Offenheit wirkt sein Vorgehen chaotisch und widersprüchlich, was die Spekulationen weiter anheizt. Die Frage, was Trump wusste, wann er es wusste und warum er nun so nervös reagiert, bleibt vorerst unbeantwortet – aber nicht uninteressant. Besonders im Wahljahr 2024/25.

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