US-Präsident Donald Trump sieht die Vereinigten Staaten im Krieg gegen den Iran kurz vor einem Erfolg. Die zentralen militärischen Ziele seien „sehr bald“ erreicht, erklärte er in einer Rede im Weißen Haus. Irans Luftwaffe und Marine seien weitgehend zerstört, das Raketenarsenal nahezu ausgeschaltet. Zugleich kündigte Trump an, die Angriffe in den kommenden zwei bis drei Wochen noch einmal deutlich zu intensivieren.
Allerdings wirkt die Strategie der US-Regierung widersprüchlich. Kritiker werfen Trump einen Zickzackkurs vor: Seit Beginn der Kämpfe vor über einem Monat erklärte der Präsident mehrfach, der Krieg stehe kurz vor dem Ende – während die USA ihre Militärpräsenz in der Region zugleich ausbauten. Auch Teheran weist die amerikanischen Darstellungen entschieden zurück und bestreitet weiterhin, ein Atomwaffenprogramm zu verfolgen.
Parallel verschärft Trump den Druck auf die Verbündeten. Medienberichten zufolge drohte er, Waffenlieferungen an die Ukraine einzustellen, sollten sich europäische Staaten nicht an einer Militärinitiative zur Sicherung der Straße von Hormus beteiligen. Zudem stellte er die US-Mitgliedschaft in der NATO infrage und bezeichnete das Bündnis als „Papiertiger“.
Eine diplomatische Lösung ist derzeit nicht in Sicht. Trump behauptete zwar, der Iran habe um eine Waffenruhe gebeten, doch Teheran dementierte dies umgehend. US-Geheimdienste gehen laut einem Bericht der „New York Times“ ebenfalls davon aus, dass die iranische Führung aktuell nicht zu ernsthaften Verhandlungen bereit ist.
Unterdessen wächst der innen- und außenpolitische Druck. Irans Präsident Massud Peseschkian wandte sich in einem ungewöhnlichen offenen Brief direkt an die US-Bevölkerung und bezeichnete den Krieg als kostspielig und sinnlos. Gleichzeitig zeigen große Trauerkundgebungen in Teheran nach der Tötung ranghoher Militärs die angespannte Lage im Land.
Der Konflikt bleibt damit hochdynamisch – und ein rasches Ende, wie von Trump wiederholt angekündigt, ist derzeit nicht absehbar.
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