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Mondfahrt

WikiImages (CC0), Pixabay
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Zum ersten Mal seit über 50 Jahren heißt es wieder: Koffer packen, wir fliegen zum Mond. Vier Astronauten sind am Abend (Ortszeit 18:35 Uhr) in der „Orion“-Kapsel vom Weltraumbahnhof Cape Canaveral gestartet – angetrieben vom nicht ganz unumstrittenen Mega-Raketensystem „Space Launch System“. Die Mission „Artemis 2“ hatte vorher mehr Verschiebungen als ein überfüllter Terminkalender, aber jetzt ist sie endlich unterwegs.

Mit an Bord: Christina Koch, Victor Glover, Reid Wiseman und der Kanadier Jeremy Hansen – ein Team, das sich für rund zehn Tage auf einen ziemlich exklusiven Roadtrip um den Mond begeben hat. Grundlage dafür sind die Erkenntnisse der unbemannten Vorgängermission „Artemis 1“ aus dem Jahr 2022. Ziel: einmal Mond umrunden, wieder heil zurückkommen – und dabei Geschichte schreiben.

Die Flugbahn? Im Prinzip eine riesige Acht zwischen Erde und Mond. Insgesamt über 2,3 Millionen Kilometer – also nichts, was man mal eben mit Google Maps nachschlägt. Am weitesten Punkt entfernen sich die Astronauten rund 370.000 Kilometer von der Erde und fliegen sogar etwa 7.500 Kilometer hinter die Rückseite des Mondes. Von dort aus gibt’s dann den wohl exklusivsten Ausblick überhaupt: Erde und Mond gleichzeitig im Blick – weiter draußen war noch kein Mensch.

Zur Erinnerung: Die USA haben bisher als einziges Land Menschen auf den Mond gebracht – insgesamt zwölf Astronauten zwischen 1969 und 1972. Seitdem war oben ziemlich Ruhe. Jetzt geht das Ganze in die nächste Runde, und natürlich ist das nicht nur Wissenschaft, sondern auch ein bisschen geopolitisches Kräftemessen. China will ebenfalls bis 2030 Menschen auf den Mond bringen, Russland hätte auch gern ein Ticket, kämpft aber noch mit Verspätungen.

Und irgendwo in all dem schwingt auch Politik mit: Das Artemis-Programm wurde ursprünglich während Trumps erster Amtszeit angestoßen und wird gern als Erfolg verbucht.

Aber mal ehrlich: Wenn das so ein großes Prestigeprojekt ist – warum sitzt Trump eigentlich nicht selbst in der Rakete?

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