Die Ölpreise sind am Dienstag auf den niedrigsten Stand seit drei Wochen gefallen. Grund dafür sind neue Hoffnungen auf eine baldige Wiederöffnung der Straße von Hormus, einer der wichtigsten Schifffahrtsrouten für Öl und Flüssiggas.
US-Außenminister Marco Rubio erklärte, bei den Gesprächen über eine sichere Durchfahrt von Schiffen seien Fortschritte erzielt worden. Eine endgültige Einigung gebe es aber noch nicht. Finanzminister Scott Bessent hielt ein Abkommen bereits für Dienstag oder Mittwoch für möglich.
Der Preis für ein Barrel Brent-Rohöl sank daraufhin um fast fünf Prozent auf unter 80 US-Dollar. Auch die US-Sorte West Texas Intermediate verlor mehr als fünf Prozent und fiel auf rund 76 Dollar.
Trotz der positiven Signale bleibt die Lage unsicher. Iran betont, keine direkten Verhandlungen mit den USA zu führen. Teheran spricht stattdessen mit Oman über neue Regelungen für den Schiffsverkehr. Katar unterstützt die Vermittlungsbemühungen, bestätigte jedoch ebenfalls, dass derzeit keine direkten Gespräche zwischen Washington und Teheran geplant seien.
Vor Beginn des Konflikts Ende Februar wurden rund ein Fünftel der weltweiten Öl- und Flüssiggaslieferungen durch die Straße von Hormus transportiert. Seitdem ist der Verkehr stark eingeschränkt. Zusätzlich gefährden Angriffe im Roten Meer wichtige Ausweichrouten.
Die Unsicherheit hatte die Ölpreise zeitweise auf mehr als 120 Dollar je Barrel steigen lassen. Dadurch verteuerten sich weltweit Benzin und Diesel. In den USA kostet eine Gallone Benzin im Durchschnitt inzwischen mehr als vier Dollar.
Die Aussicht auf eine Entspannung sorgte auch an den Aktienmärkten für Kursgewinne. Anleger bleiben jedoch vorsichtig, da frühere Verhandlungen mehrfach ohne dauerhafte Lösung endeten.
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