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Trump dreht an der Razzia-Schraube: Jetzt geraten auch Arbeitgeber ins Visier

geralt (CC0), Pixabay
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Donald Trump macht beim Thema Migration offenbar die nächste Eskalationsstufe klar. Künftig sollen nicht nur Menschen ohne Aufenthaltsstatus verstärkt festgenommen werden – auch Unternehmen, die sie beschäftigen, geraten stärker ins Visier der Behörden.

Mehrere Bundesbehörden arbeiten nach Medienberichten an einer Offensive gegen illegale Beschäftigung. Offiziell geht es um laufende Ermittlungen wegen Dokumentenfälschung, Sozialleistungsbetrug oder Identitätsdiebstahl. Inoffiziell dürfte die Botschaft lauten: Wer schwarz beschäftigt, bekommt künftig Besuch – und zwar nicht vom Steuerberater.

Das ist durchaus bemerkenswert. Jahrelang wurde in der Migrationsdebatte fast ausschließlich über diejenigen gesprochen, die illegal arbeiten. Über diejenigen, die sie einstellen, hörte man dagegen oft erstaunlich wenig. Schließlich kann niemand ohne Arbeitgeber auf einer Baustelle, in einer Fleischfabrik oder in einem Restaurant arbeiten.

Die Trump-Regierung versucht nun offenbar beides unter einen Hut zu bringen: der eigenen Wählerschaft maximale Härte demonstrieren und gleichzeitig Landwirtschaft, Bauwirtschaft und Gastronomie nicht völlig gegen sich aufzubringen. Ein Balanceakt, der ungefähr so einfach ist wie ein Rodeo auf einem Einrad.

Geplant sind verstärkte Kontrollen von Personalunterlagen, mehr Ermittlungen und – wo Straftaten nachgewiesen werden – auch Razzien in Betrieben. Gleichzeitig sollen Unternehmen stärker über ihre Pflichten bei der Einstellung von Mitarbeitern informiert werden.

Klar ist: Wer Massendeportationen ankündigt, kommt irgendwann zwangsläufig bei den Arbeitgebern an. Denn illegale Beschäftigung funktioniert immer nach dem gleichen Prinzip: Es braucht jemanden, der arbeitet – und jemanden, der den Lohn zahlt.

Ob die neue Strategie tatsächlich das Migrationsproblem löst oder vor allem neue Schlagzeilen produziert, dürfte sich schon bald zeigen.

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