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Tomaten Trump

kmariot (CC0), Pixabay
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Donald Trump hat derzeit wirklich kein leichtes Leben: schlechte Umfragewerte, Dauerstress mit dem Iran, Ärger in der Straße von Hormus – und jetzt rebellieren auch noch die Tomaten gegen ihn.

Ja, richtig gelesen: Amerika steckt mitten in einer ausgewachsenen Tomaten-Krise. Und für viele US-Bürger ist das offenbar der Tropfen Tomatensoße, der das Fast-Food-Fass zum Überlaufen bringt.

Denn Tomaten sind in den USA praktisch heilig. Ohne Tomaten kein Burger, keine Taco Bowl, keine überzuckerte Pastasauce und vor allem kein Ketchup – also quasi kein gesellschaftlicher Zusammenhalt mehr.

Das Problem: Die Preise explodieren gerade komplett. Laut aktuellen Daten kosten Tomaten rund 40 Prozent mehr als noch vor einem Jahr. Damit schlagen sie sogar Kaffee und Meeresfrüchte im großen amerikanischen Inflations-Ranking.

Während Kaffee „nur“ um 18,5 Prozent teurer wurde und Tiefkühlfisch um 12 Prozent anzog, entwickeln sich Tomaten langsam zum roten Gold des 21. Jahrhunderts.

Der Grund dafür? Ausgerechnet Trumps eigene Politik.

Die USA hatten sich aus einem Abkommen zurückgezogen, das Tomatenimporte aus Mexiko zollfrei erlaubte. Blöd nur: Ein Großteil der amerikanischen Tomaten kommt genau von dort. Statt günstiger Salatbeilage gibt es jetzt also patriotische Hochpreis-Tomaten mit 17 Prozent Strafzoll.

Amerikanische Tomatenbauern hatten den Schritt zunächst gefeiert. Endlich sollte die heimische Produktion gestärkt werden. Das Ergebnis sieht allerdings eher nach einem wirtschaftlichen Remake von „Attack of the Killer Tomatoes“ aus.

Denn die USA produzieren weiterhin nicht genug selbst – die Importtomaten bleiben also nötig, nur eben deutlich teurer.

Besonders verzweifelt wirken inzwischen Restaurantketten. Die Sandwich-Kette „Snarf’s“ berichtet, dass eine Kiste Tomaten vor einem Jahr noch 27 Dollar kostete. Heute sind es 93 Dollar.

Man muss sich das vorstellen: In den USA kostet inzwischen eine Tomatenkiste fast so viel wie ein kleiner Gebrauchtwagen aus Florida.

Der Betreiber klagt über 1,7 Millionen Dollar zusätzliche Kosten pro Jahr – nur wegen einer einzigen Zutat. Irgendwo sitzt vermutlich gerade ein Koch in Denver und schneidet Tomatenscheiben inzwischen hauchdünn wie Trüffel.

Auch Verbraucher reagieren dramatisch. Viele posten schockierte Videos aus Supermärkten, andere kündigen an, selbst Tomaten anzubauen. Amerika erlebt damit möglicherweise den Beginn einer historischen Entwicklung: Menschen, die wegen Donald Trump plötzlich freiwillig Gartenarbeit entdecken.

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