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Schon wenige Minuten intensives Training könnten das Risiko für acht Krankheiten deutlich senken

RyanMcGuire (CC0), Pixabay
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Wer regelmäßig ins Schwitzen kommt, tut offenbar deutlich mehr für seine Gesundheit als bisher angenommen. Eine neue Studie zeigt, dass schon ein kleiner Anteil intensiver Bewegung das Risiko für zahlreiche schwere Erkrankungen erheblich senken kann – darunter Demenz, Diabetes und Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

Studie untersucht Einfluss von Trainingsintensität

Forscher analysierten Daten von mehr als 470.000 Menschen aus der britischen Langzeitstudie „UK Biobank“. Dabei wurde untersucht, wie sich die Intensität körperlicher Aktivität auf die Entstehung chronischer Krankheiten auswirkt. Ein Teil der Teilnehmer trug Aktivitätstracker am Handgelenk, andere machten Angaben zu ihrem Bewegungsverhalten selbst.

Über einen Zeitraum von rund neun Jahren beobachteten die Wissenschaftler unter anderem das Risiko für:

  • Demenz
  • Typ-2-Diabetes
  • Herz-Kreislauf-Erkrankungen
  • Vorhofflimmern
  • chronische Atemwegserkrankungen
  • Nierenerkrankungen
  • Fettleber
  • entzündliche Immunerkrankungen

Deutlich geringeres Krankheitsrisiko

Das Ergebnis überraschte selbst Experten: Bereits wenn nur rund vier Prozent der gesamten täglichen Bewegung aus intensiver Aktivität bestanden, sank das Risiko für mehrere Krankheiten deutlich. Laut Studie hatten Teilnehmer unter anderem:

  • 63 % geringeres Demenzrisiko
  • 60 % geringeres Risiko für Typ-2-Diabetes
  • 48 % geringeres Risiko für Fettleber
  • 44 % geringeres Risiko für chronische Atemwegserkrankungen
  • 41 % geringeres Risiko für Nierenerkrankungen
  • 31 % geringeres Risiko für schwere Herz-Kreislauf-Erkrankungen

Auch die allgemeine Sterblichkeit war um fast die Hälfte reduziert.

Was gilt als intensives Training?

Als intensive körperliche Aktivität gelten Bewegungen, die Herzschlag und Atmung deutlich beschleunigen. Ein einfacher Maßstab ist der sogenannte „Sprechtest“: Wer beim Sport kaum noch ganze Sätze sprechen kann, trainiert bereits intensiv.

Dazu zählen beispielsweise:

  • schnelles Treppensteigen
  • Joggen
  • intensives Radfahren
  • Schwimmen
  • zügiges Gehen
  • schwere Einkaufstaschen tragen

Dabei hängt die Belastung immer vom individuellen Fitnesslevel ab. Für manche Menschen kann schon schnelleres Gehen anstrengend genug sein.

Kleine Veränderungen im Alltag reichen oft aus

Experten betonen, dass kein stundenlanges Hochleistungstraining nötig sei. Bereits kurze Belastungsphasen im Alltag könnten gesundheitliche Vorteile bringen. Empfohlen werden beispielsweise kurze intensive Intervalle von 30 Sekunden bis einer Minute.

Möglichkeiten dafür sind etwa:

  • Treppen statt Aufzug nutzen
  • beim Spazierengehen zwischendurch schneller laufen
  • weiter entfernt parken
  • kurze Belastungsspitzen beim Training einbauen

Auch für ältere Menschen geeignet

Die Studie betont außerdem, dass intensive Bewegung individuell bewertet werden muss. Für ältere Menschen oder Personen mit Einschränkungen könne bereits mehrfaches schnelles Aufstehen vom Stuhl als intensive Aktivität gelten. Wichtig sei vor allem, sich regelmäßig zu bewegen und die Belastung langsam zu steigern.

Die zentrale Botschaft der Forscher: Nicht nur die Menge an Bewegung zählt – sondern auch, wie intensiv man sich bewegt. Schon wenige Minuten pro Tag könnten langfristig einen großen Unterschied für die Gesundheit machen.

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