Natürlich habe ich mir sofort die WM-Setzliste von Julian Nagelsmann angeschaut. Und ganz ehrlich: Ich bin enttäuscht. Nicht wegen der Spieler – nein, wegen der fehlenden Vision. Denn was mir sofort aufgefallen ist: Wo bitte sind Bastian Pastewka und Anke Engelke?
Also bei aller Liebe, Bastian Pastewka hätte doch endlich mal wieder Stimmung in die Mannschaft gebracht. Thomas Müller ist ja nicht mehr dabei, also braucht man doch wenigstens einen Ersatz-Clown mit Bundesliga-Niveau. Pastewka hätte in der Kabine wahrscheinlich mehr Laufwege erklärt als manche Analysten im DFB-Stab.
Und Anke Engelke? Für mich ein riesiger Fehler vom DFB. Die Frau wäre die ideale Masseurin direkt am Spielfeldrand gewesen. Wenn da einer verletzt liegen bleibt und Anke mit ihrem kleinen Köfferchen und ihren sanften Händen angelaufen kommt – also ich garantiere euch, die stehen freiwillig wieder auf. Wahrscheinlich sprinten die danach sogar schneller als vorher.
Ich verstehe das wirklich nicht, denn ich habe meine persönliche WM-Liste rechtzeitig an den DFB geschickt. Sogar per Einschreiben. Keine Antwort. Wahrscheinlich im Spam-Ordner gelandet zwischen Steuerbescheiden und Fanpost für Andrreas Rettig.
Jens Lehmann als Stimmungskiller fehlt komplett
Was mich ebenfalls schockiert: Kein Jens Lehmann im Tor. Also nicht sportlich, aber wenigstens als professioneller Miesmacher. Einer muss doch nach Gegentoren böse gucken und die Mitspieler anmeckern. Diese deutsche Tugend fehlt komplett im Kader.
Und wo ist eigentlich Tante Käthe? Früher hat Rudi Völler wenigstens noch ausgesehen wie jemand, der gleichzeitig eine Grillparty organisieren und einen Innenverteidiger anschreien kann. Heute laufen da alle rum wie Start-up-Berater aus Berlin-Mitte.
Manuel Neuer fährt wahrscheinlich zur Erholung mit
Und natürlich nimmt man Manuel Neuer wieder mit. Ich nenne ihn inzwischen nur noch „Wadenzwick Manuel“. Aber angeblich kommt die Nominierung direkt aus familiären Gründen. Ich habe aus ganz internen Kreisen gehört: Seine Frau wollte ihn einfach mal vier Wochen loswerden.
Zwei Kinder zu Hause – das ist härter als ein Champions-League-Halbfinale gegen Real Madrid. Da sagt man irgendwann: „Schatz, fahr bitte zur WM. Egal ob du spielst.“
Deutschlands neues WM-Ziel: Freundlich ausscheiden
Aber mal ehrlich: Was wollen wir mit diesem Kader überhaupt erreichen?
Ich glaube mittlerweile, Deutschland verfolgt ein ganz neues Konzept. Früher wollte man Weltmeister werden. Heute will man vor allem zeigen, dass Deutschland ein freundliches und weltoffenes Land ist, das gerne Punkte verschenkt.
Deshalb wäre ein Achtelfinale wahrscheinlich sogar unangenehm. Stellt euch mal vor, Deutschland drängt sich da einfach sportlich rein. Was würde das international für einen Eindruck machen? Nein, das geht natürlich nicht.
Man möchte vermutlich ein Zeichen setzen: Fairplay, Diversität und kontrolliertes Ausscheiden nach der Vorrunde.
Friedrich Merz als Motivationscoach
Früher ging Angela Merkel wenigstens noch in die Kabine und hat den Spielern ruhig zugeredet. Das hatte irgendwie mütterliche WM-Energie.
Aber stellt euch bitte mal Friedrich Merz bei einer Kabinenansprache vor.
„Jungs, ihr müsst mehr laufen.“
Also ich sage euch ehrlich: Das könnte sogar funktionieren. Nicht weil die Spieler motiviert wären – sondern weil wahrscheinlich alle panisch aus der Kabine flüchten würden, sobald sie hören: „Achtung, Friedrich Merz kommt rein.“
Da würden selbst die Verletzten plötzlich wieder sprinten.
Thomas Bremer bleibt ratlos zurück
Am Ende bleibt für mich nur eine Frage: Warum hört beim DFB eigentlich niemand auf mich?
Mit Pastewka für die Kabinenstimmung, Anke Engelke als mobile Wunderheilerin und Jens Lehmann als emotionaler Endgegner im Tor wären wir mindestens Halbfinalfavorit gewesen.
Aber nein. Stattdessen fährt Deutschland mit Taktik, Fitnessdaten und Sportwissenschaft zur WM.
Und genau deshalb habe ich Angst.
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